Flüchtlinge: Große Resonanz bei Info-Veranstaltung

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Viele Lüdenscheider waren zu der Info-Veranstaltung zum Thema „Flüchtlingshilfe“ gekommen.

Lüdenscheid - „Wir möchten helfen, unterstützen, das tun, was gefragt ist.“ Große Resonanz fand am Samstag im Gemeindezentrum Lösenbach eine Informationsveranstaltung des Zusammenschlusses der evangelischen Johanneskirchengemeinde, der evangelischen Kirchengemeinde Brügge/Lösenbach, der evangelisch freikirchlichen Gemeinde Gottes und der katholischen Kirchengemeinde Maria Königin, die sich für die neu angekommenen Flüchtlinge in ihrem Einzugsgebiet engagieren möchten.

Mit ihrem Engagement unterstützen die Gemeinden und alle freiwilligen Helfer den Märkischen Kreis, der binnen weniger Tage 300 Flüchtlinge unterbringen musste. 150 Flüchtlinge sind in der Turnhalle des Berufskollegs in Lüdenscheid untergebracht. 150 weitere sind in Halver in die geschlossene Schule auf der Susannenhöhe eingezogen. „Bewegt, wenn man sieht, wie viele gekommen sind“, zeigte sich Pastor Bernhard Hanisch von der Gemeinde Gottes in seiner Begrüßung. Christliche Pflicht zu helfen sah er in Jesaja 58,7 („Brich dem Hungrigen dein Brot und die, so im Elend sind, führe ins Haus“) begründet.

Hintergründe zur Unterbringung der Flüchtlinge erläuterte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper. Zwar hätten die Wohlfahrtsverbände viel geholfen, jedoch hätten diese selbst – da extrem belastet – so gut wie keine Kapazitäten mehr. Weitestgehend mit eigenem Personal habe der Kreis die Vorbereitungen für die Ankunft der Flüchtlinge getroffen. „Wir sind absolute Beginner in der Sache“, räumte sie ein. Über die angebotene Hilfe freue sie sich ungemein.

Auf Nachfrage nannte sie mehrheitlich Syrien, den Irak, afrikanische Staaten, aber auch Indien und Pakistan als Herkunftsländer der Flüchtlinge. „Es ist ein babylonisches Sprachengewirr.“Mehrheitlich junge Männer sind am Raithelplatz untergebracht. Notwendig sei, ergänzte Birgit Nebert vom Kommunalen Integrationszentrum des Märkischen Kreises, jetzt schnellstmöglich Freizeitangebote ans Laufen zu bringen. Vielfältige Ideen sammelten die Ehrenamtlichen in kleineren Gruppen. Für die Verteilung von Sachspenden fanden sich ad hoc Helfer. Ebenso zahlreiche Freiwillige, die Angebote für Kinder und Frauen, in Sport und Deutschunterricht machen möchten.

Für einen Fahrdienst und besondere Aufgaben ist gleichfalls gesorgt. In der zweiten Wochenhälfte soll eine erste Kontaktaufnahme mit den Flüchtlingen erfolgen. Am nächsten Samstag, 26. September, trifft sich der Zusammenschluss noch einmal in großer Runde. Veranstaltungsort ist die Gemeinde Gottes in der Beethovenstraße 2-4. Beginn der Zusammenkunft, zu der jedermann eingeladen ist, ist um 15 Uhr.

Wer mit dem Zusammenschluss Kontakt aufnehmen möchte, kann sich an Pfarrer Michael Czylwik unter m.czylwik@ev-kirche-bruegge.de wenden. Für darüber hinaus gehende Angebote ist Birgit Nebert unter b.nebert@maerkischer-kreis.de die richtige Adresse. Absprache mit dem Märkischen Kreis ist in jedem Fall zwingend notwendig. - Monika Salzmann

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