Fliegerbomben-Entschärfung: Helfer aus MK im Einsatz

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Der Patiententransport-Zug 10 aus dem Märkischen Kreis hat am Wochenende bei der Evakuierung des Klinikviertels in Dortmund geholfen.

Lüdenscheid – Es gilt als die größte Evakuierungsaktion in Dortmunds jüngerer Geschichte: Am Sonntag mussten wegen der Entschärfung zweier Fliegerbomben Teile der Dortmunder Innenstadt geräumt werden. Bei der Verlegung von Patienten aus Kliniken halfen Einsatzkräfte aus dem Märkischen Kreis.

„Es war eine geplante Lage“, erzählt der ehrenamtliche DRK-Zugführer Alexander Schwarzat: „Wir wussten im Dezember, dass wir benötigt werden.“ Die Evakuierung wurde von langer Hand vorbereitet. „Das war schon eine größere Hausnummer in der Planung.“ Im Klinikviertel in Dortmund herrschte am Sonntag (12. Januar) Ausnahmezustand. Mehr als 13.000 Anwohner mussten das Gebiet räumen.

Der Vorteil: Die Kliniken nahmen für den entsprechenden Zeitraum keine Patienten mehr auf; andere wurden, wenn möglich, entlassen. Das entspannte die Situation auch für die Helfer. Der Patiententransport-Zug sollte die Kapazität für die Verlegung von zehn Patienten aus dem Klinikviertel bereitstellen. 

Dazu gehörten ein Führungstrio, vier Rettungswagen, vier Krankenwagen, zwei Notärzte sowie zwei Fachkräfte pro Fahrzeug. Fünf Frauen waren im Team, „ein Mix der Hilfsorganisationen im Märkischen Kreis“. Zu DRK-Helfern aus Lüdenscheid, Halver und Herscheid kam weitere von der Johanniter-Unfallhilfe und dem Arbeiter-Samariter-Bund aus Menden. 

Zugführer war Christian Lorch; Alexander Schwarzat, der reguläre Zugführer, konnte wegen anderer Verpflichtungen selbst nicht dabei sein, weiß aber, wie wertvoll solche Einsätze zur Vorbereitung auf den Ernstfall sind. „Es ist ganz schön, wenn man solche Einsätze üben kann“, sagt er. „Die Stimmung war gut, das Team hat Spaß gehabt, so etwas ist keine dröge Veranstaltung.“ 

Treffpunkt war morgens um sechs Uhr zum gemeinsamen Frühstück an der Hochstraße. Dann sammelten sich mehrere hundert Helfer aus allen Ecken im Ausbildungszentrum der Berufsfeuerwehr Dortmund. Dort wurden sie versorgt und weiter verteilt. 

Aus Sicht der heimischen Helfer seien die Planungen „ziemlich gut“ gewesen. Auch beim Feedback zum eigenen Einsatz gab’s Lob: „Eigentlich ist alles zu aller Zufriedenheit gut gelaufen.“ Kurz vor drei Uhr nachmittags war der Zug dann wieder zurück im Märkischen Kreis – „und dann haben wir uns auf der A 45 aufgelöst“.

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