Firmenchefs aus MK vor dem Reichstag: "Das ist der Genickbruch"

+
Vor dem Reichstag machten die Lüdenscheider auf die Sorgen des Mittelstands aufmerksam.

Lüdenscheid - Lüdenscheider Unternehmer haben ihre Sorgen um den Mittelstand nach Berlin gebracht  - mit dem Rad. Ihr Antrieb: Corona drohe andere entscheidende Zukunftsthemen völlig an den Rand zu drängen.

Erschöpft, emotional mitgenommen, aber auch mit ungebrochener Energie – so meldete sich der Lüdenscheider Axel Turck am Donnerstag kurz vor der Zug-Rückfahrt aus Berlin.

Gemeinsam mit Carsten Engel und Mitstreitern ist er am Samstag vom Rathausplatz mit dem Rad in die Bundeshauptstadt aufgebrochen, um auf die Sorgen und Nöte des Mittelstandes in Corona-Zeiten aufmerksam zu machen, Motto: „Emil kommt nach Berlin“. 

Vor dem Reichstag stellten sich die beiden Unternehmer und ihr Team mit ihren handgeschriebenen Schildern auf, verteilten Flugblätter, suchten das Gespräch. Vor dem Kanzleramt schließlich bekam man zwar keinen Kontakt mit der Chefin und ihrer Krisen-Runde, konnte aber immerhin einer Vertreterin des Presseamtes einen Umschlag mit gesammelten Zeitungsberichten, Briefen und Visitenkarten übergeben.

„Wir sind mittendrin im Geschehen“, sagte Turck zufrieden. „Das Geschehen“ allerdings war auch ernüchternd für die Lüdenscheider. Im Hotel, eigentlich für 250 Gäste ausgelegt, verloren sich rund 20. Abends sei man durchs leere Berlin geschlendert – eine gespenstische Erfahrung: „Nix los. Für die Hauptstadt sehr erschreckend. Das beschäftigt uns sehr.“

Man habe mit Wirten gesprochen, weitere Flugblätter verteilt und viel Zuspruch erfahren: „Die gehen hier alle auf dem Zahnfleisch. Die sagen: ‘Was hier gerade passiert, ist für uns der Genickbruch.’“ Für die Protest-Radler, die dringend mehr Normalität, Anpassung von Regeln und strukturiertes Handeln fordern, endet mit der Tour nicht das Engagement: „Alle vier Jahre nur ein Kreuzchen machen, reicht nicht. Wir müssen weitermachen. Wir müssen uns engagieren."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare