Kunststoffmesse in Düsseldorf

Heimische Firmen auf der K

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Stefan Schmidt (rechts) und Marko Gehlen fühlen sich mit dem Kunststoff-Institut auf dem Science Campus in Halle 7 gut aufgehoben.

Lüdenscheid/Düsseldorf – Schlechtes Image und zurückhaltende Konjunkturprognosen auf der einen, ein ungebrochen großer Bedarf nach Kunststoffprodukten auf der anderen Seite: Zwischen diesen Polen ist in Düsseldorf die Kunststoffmesse gestartet. Auch die Stimmung bei den Unternehmen könnte vielfältiger kaum sein. Mehr als 3300 Aussteller präsentieren sich und ihre Produkte auf der Weltleitmesse der Kunststoffbranche. Von den knapp 1000 Firmen aus Deutschland kommen mehr als ein Drittel aus NRW, 16 aus Lüdenscheid und Umgebung.

Die K läuft noch bis zum 23. Oktober. Während die einen sich über volle Auftragsbücher freuen, weil zum Beispiel der Bausektor nach wie vor boomt, sprechen andere, insbesondere die mit einem großen Absatz in der Automobilindustrie, von einer deutlich spürbaren Krise. Dazwischen liegen die, die in ihrem Unternehmen beide Seiten merken.

Ralf Schwarzkopf, geschäftsführender Gesellschafter der Firma Hotset, erwartet grundsätzlich strukturelle Veränderungen in der deutschen Wirtschaft. „Die Rezension ist da.“ Er sieht auch die Politik in der Pflicht, Lösungen zu finden. Bei Hotset werde seit Monaten Kurzarbeit gefahren, aber „eine Krise kann auch eine Chance sein“, sagt Schwarzkopf, „um sich neue Dinge auszudenken“. 

Stefan Schmidt, Geschäftsführer Kunststoff-Institut, sieht das größte Problem im schlechten Ruf, den Kunststoffe zurzeit genießen. Nachhaltigkeit sei ein Thema, das die Branche bearbeiten müsse, um „das Image des Kunststoffs wieder ins rechte Licht zu rücken.“ Fakt sei aber auch, dass es viele Bereiche gebe, in der Kunststoffe unverzichtbar sind, beispielsweise in der Medizintechnik.

Aber auch darin: „Plastik gehört nicht ins Meer.“ Nicht nur Guido Schulte, Geschäftsführer bei Weinreich Industriekühlung, und Abderahmane Ouhbi, bei Ihne & Tesch für das Marketing zuständig, betonten das.

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