Beschuldigte weist Vorwürfe zurück

Unternehmen im MK droht Pleite: Tochterfirma schon in Insolvenz - Staatsanwalt ermittelt

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Symbolbild

[Update 11.50 Uhr] Lüdenscheid - Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Firma SBT (Stanz- und Biegeteile) am Gielster Stück im Gewerbegebiet Römerweg Anfang November steckt nun auch die SBT-Mutterfirma Dawedeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.

Das Hagener Amtsgericht hat das Insolvenzantragsverfahren über das Unternehmen eröffnet, das mit mehr als 90 Beschäftigten an der Golsberger Straße im interkommunalen Gewerbegebiet Lüdenscheid/Schalksmühle tätig ist. 

Nach einer Strafanzeige ermittelt ein Kommissariat für Wirtschaftsstraftaten des Polizeipräsidiums Hagen wegen des Verdachts des Diebstahls und des versuchten Bankrotts gegen die Geschäftsführerin von Dawedeit, die gleichzeitig Chefin bei SBT ist. 

Mehr über die Entwicklung bei SBT

Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli bestätigt die Existenz des Ermittlungsverfahrens, nennt aber mit Hinweis auf laufende Ermittlungen keine weiteren Details. Die Kriminalpolizei hat das Verfahren durch einen Anruf des SBT-Insolvenzverwalters, dem Lüdenscheider Rechtsanwalt Thomas Neumann, eingeleitet. 

Nach Informationen unserer Redaktion hatte die Belegschaft kurz nach Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens zu Schichtbeginn bemerkt, dass in größerem Umfang Werkzeug aus Maschinen ausgebaut und abtransportiert worden war. Zudem fehlte für mehrere Tage ein Lieferwagen, und die Buchhaltung im SBT-Büro war zeitweise vom Internet-Server abgeschnitten und arbeitsunfähig. 

Ein Mitarbeiter schilderte seinen Eindruck unter anderem mit den Worten: „Die wollen den Laden hier zum Stillstand bringen.“ 

Mit „die“ meinte er augenscheinlich die Geschäftsleitung des Mutterunternehmens Dawedeit. Nun ist auch diese Firma in einen Abwärtsstrudel geraten. 

Als Insolvenzverwalter fungiert der Ennepetaler Jurist Prof. Dr. Peter Neu.

Beschuldigte bestreitet Vorwürfe

Im Ermittlungsverfahren wegen Bankrott-Verdachts gegen die Geschäftsführerin der Firmen SBT und Dawedeit weist die Beschuldigte alle Vorwürfe zurück. 

Als Verteidiger der Lüdenscheiderin erklärt Rechtsanwalt Heiko Kölz, seine Mandantin trete den Anschuldigungen, etwa wegen des Diebstahls von Werkzeugen, „mit aller Schärfe entgegen“. Rechtsanwalt Kölz weiter: „Die Vorwürfe werden sich in wenigen Wochen als unbegründet erweisen.“ 

Im Übrigen behalte sich seine Mandantin strafrechtliche Schritte vor.

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