Neue Maschine, Erweiterung: Firma „di-soric“ rüstet auf

Maßarbeit bei strömendem Regen: Die neue Maschine ist da.

Lüdenscheid -  So langsam wird’s eng im Betrieb am Gielster Stück 2: Mit der Lieferung der neuen Fertigungslinie „platzen wir eigentlich aus allen Nähten“, sagt „di-soric“-Betriebsleiter Kai Winter. Die Gesamtinvestition dafür liege bei etwa 150.000 Euro.

Die zusätzliche Technik um das „Herzstück“, den mittlerweile dritten Bestückungsautomaten für Leiterplatten, ist unverzichtbar, der Platzmangel nur vorübergehend, hofft Winter: Auf dem Grundstück nebenan könnte bald eine neue Fertigungshalle entstehen. „Aber wir sind schwäbisch gesteuert“, lacht der Lüdenscheider. Erst müsse der Umsatz in diesem Jahr stimmen, dann gebe es grünes Licht von der Eigentümerfamilie Eisemann für die nächste Investition.

Daran, dass der Umsatz stimmt, arbeiten die Lüdenscheider seit 1982 erfolgreich mit. Rund 190 Mitarbeiter erwirtschaften in der Gruppe einen Umsatz von etwa 25 Millionen Euro mit mehr als 12 500 Kunden aus allen Industriebereichen. Im Jahr 2000 zog die Firma vom Honseler Bruch zum Gielster Stück. Hier wird die gesamte Technik hergestellt, das umfasst die Elektronikentwicklung und die Fertigung von Sensoren und Beleuchtungen für die Industrieautomation. Vertrieb und kaufmännischer Bereich sind am Standort Urbach angesiedelt.

„In Deutschland sind wir Marktführer im Bereich Optoelektronik“, sagt Winter. Licht als Präzisionsinstrument, als Qualitätsprüfer, als Hilfsmittel für die Inspektion – die Aufgabenstellungen sind anspruchsvoll, das Know-how ausgefeilt. Das spiegelt sich wider in der Ausbildung: Drei neue „Elektroniker für Geräte und Systeme“ sind im Januar fertig geworden; die Suche nach Nachwuchs ist nicht einfach. „Es ist ein sehr schwieriger Beruf“, räumt Kai Winter ein. Wer es geschafft habe, dem stehe der Weg nach oben offen. Vielleicht zehn Bewerber meldeten sich im Jahr. Frauen sind rar in dem Beruf, bedauert der Chef: „Es sind keine auf dem Markt.“ - sum

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