„Komm auf Tour“ auf der Kippe

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Die Resonanz zum Projekt „Komm auf Tour“ ist positiv bei Schülern, Eltern und Lehrern. Im Oktober läuft es zum vierten Mal. Danach ist die Finanzierung nicht mehr gesichert.

Lüdenscheid - Das Projekt „Komm auf Tour“ zur Berufsfindung für Jugendliche steht auf der Kippe. Für die Veranstaltung Ende Oktober ist die Finanzierung noch gesichert, doch danach kommt es auf den Prüfstand. Rund 2000 Schüler werden es bei der dann 4. Veranstaltung durchlaufen haben.

Konzipiert von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, getragen aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit, durchlaufen Jugendliche der 7. und 8. Klassen aller Schulformen den Parcours. Fachkräfte unterstützen sie bei der Findung persönlicher Stärken. Ressourcenorientierte Arbeit nennen die Fachleute dieses Herangehen.

Um Ressourcen geht es aber auch an anderer Stelle, erfuhr am Montag der Hauptausschuss. Denn die Agentur für Arbeit als Zuschussgeber würde zwar weiter noch 50 Prozent der Mittel bereitstellen, die andere Hälfte muss aber künftig als echter Geldfluss nachgewiesen werden. Die frühere Abrechnung über Pauschalen durch das beauftragte Büro oder die Bereitstellung städtischer Leistungen würde dann nicht mehr anerkannt. Bei Gesamtkosten von 32 000 Euro ist die Stadt daher mit 16 000 Euro dabei – bei wohlwollender Prüfung durch die Arbeitsagentur. Für die Stadt als Auftraggeber verbleibe ein Restrisiko von 11 000 Euro, sagte im Ausschuss Jörg Geßler von der Stabsstelle Wirtschaft und Arbeitsmarkt bei der Stadt.

Dass das Projekt aufgrund einer „Bürokratisierung der Regeln der Arbeitsagentur scheitert“, wie es Bürgermeister Dieter Dzewas formulierte, will die Politik in dieser Form nicht hinnehmen. Er halte nichts davon, „Komm auf Tour“ jetzt abzublasen. Sinnvoller sei es, danach für das nächste Jahr neu zu entscheiden, so Jens Holzrichter (FDP) Dem Vorschlag folgte auch der Ausschuss.

Die Finanzierung der nächsten Aktion, wie in den Vorjahren im Bürgerforum, wird sichergestellt unter anderem aus Spenden, außerdem aus Haushaltsmitteln, die „aus verschiedenen Töpfen zusammengekratzt“ worden seien. - flo

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