Koproduktion von ZDF und Arte

Drehort Lüdenscheid-Brügge: Film „Undine“ europäischen Oscar nominiert

Lüdenscheid Film Undine Bahnhof Brügge Dreharbeiten
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Auf dem Bahnhof in Brügge wurden für „Undine“ die Abschieds- und Liebesszenen gedreht.

Die ZDF/ARTE-Koproduktion „Undine“ wurde für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Film“ nominiert. Gedreht wurde er unter anderem in Lüdenscheid.

Lüdenscheid – Die ZDF/ARTE-Koproduktion „Undine“ wurde für den Europäischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Film“ nominiert. Die junge Schauspielerin Paula Beer geht für ihre Rolle der „Undine“ zusätzlich als „Beste Darstellerin“ ins Rennen um die begehrte Trophäe, die auch als „europäischer Oscar“ bezeichnet wird.

Die Verleihung war ursprünglich als Gala in Island geplant, muss aufgrund der hohen Infektionszahlen Corona-bedingt ausfallen. Die Preisträger sollen stattdessen an mehreren Abenden zwischen 8. und 12. Dezember 2020 bekannt gegeben werden.

Drehort Lüdenscheid-Brügge: Film „Undine“ europäischen Oscar nominiert

Mitte Juli dieses Jahres lief der Film „Undine“ im Filmpalast an der Werdohler Straße an und war rund drei Wochen täglich zu sehen. Dreharbeiten zu dem Film fanden in Lüdenscheid statt. Man brauchte einen romantischen Bahnhof für die Abschieds- und Liebesszenen und wurde in Brügge fündig. Filmregisseur und Drehbuchautor Christian Petzold rückte seinerzeit mit der Filmcrew an. „Eine Liebesgeschichte muss man nicht in Rom oder Paris erzählen – das geht auch hier“, sagte er im Juli 2019 und brachte sein Equipment auf den kleinen Bahnhof in Brügge. Dort entstand ein Teil des Kinofilms „Undine“.

Mit einer rund 50-köpfigen Mannschaft rückte das Filmteam an und dreht mit der Schauspielern Paula Beer einen Teil der Liebesgeschichte auf Lüdenscheider Boden. Die Geschichte der Stadthistorikerin Undine spielt hauptsächlich in Berlin, aber Regisseur Petzold entschied sich ganz bewusst für Filmszenen im Sauerland und im Bergischen Land. Gedreht wurde auch in Gummersbach und Solingen.

Als sie von ihrem Freund wegen einer anderen Frau verlassen wird, blüht ihr das ähnliche Schicksal wie der gleichnamigen griechischen Sagenfigur – Undine.

Undine (Paula Beer) lebt eigentlich in Berlin. Ein kleines Apartment am Hacke’schen Markt, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben. Als ihr Freund sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist.

Eine Liebesgeschichte muss man nicht in Rom oder Paris erzählen – das geht auch hier.

Regisseur Christian Petzold

Undine wehrt sich gegen diesen Fluch. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph (Franz Rogowski) und verliebt sich in ihn - eine neue, glückliche, arglose Liebe voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph Undines Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine Christoph bei den Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass Undine vor etwas davonläuft. Der Sendetermin steht noch nicht fest.

Regisseur Petzold verbrachte seine Zeit als junger Mensch in Lüdenscheid: „Das Sauerland ist für mich immer ein Bezugspunkt gewesen. Ich habe Spaziergänge durch den Stadtpark gemacht und war sogar bei Rot-Weiß Lüdenscheid.“ Christoph, der Industrietaucher, lockt im Film seine Undine aus Berlin ins Sauerland, und damit beginnt der düstere, der dramatische Teil des Films. Denn hier muss Undine töten.

Film „Undine“ von Christian Petzold: 12 Minuten Lüdenscheid-Brügge im Kino

Gedreht wurden in Brügge vor allem Liebes- und Abschiedsszenen. Knapp zwei Wochen lang war erst ein Scout und dann auch Regisseur Petzold gemeinsam mit Produktionsleiter Anton Kaiser in der Region unterwegs. Brügge habe man vor allem wegen seines Charmes ausgewählt, so der Regisseur. Im Kinofilm waren die Szenen in Brügge insgesamt etwa zehn bis zwölf Minuten zu sehen.

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