Feuerwehr rückt 2010 häufiger aus

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Uwe Wenzel (l.) wurde mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber überrascht – die Auszeichnung überreichten Wolff-Dieter Theissen und Ursula Meyer (v.r.). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Eine deutliche Steigerung der Einsatzzahlen gab es im vergangenen Jahr für die Lüdenscheider Feuerwehr. Bei der Jahresdienstbesprechung am Samstag in der Brüninghauser Halle verwies Feuerwehrchef Martin Walter auf den aktuellen Jahresbericht. Dieser weist 897 Einsätze aus – 203 mehr als 2009. 151 246 Kilometer wurden dabei gefahren, fast 10 000 mehr als im Jahr zuvor.

Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath merkte bereits in seinem Grußwort an, dass „in dem Maß, wie Brandschutzeinsätze zurückgehen, wir uns den Herausforderungen durch Unwetterlagen stellen müssen“. Dies erfordere auch Investitionen in die Ausrüstung. Das spiegelt sich in den Lüdenscheider Einsatzzahlen: Wegen Wasser- und Sturmschäden mussten die Einsatzkräfte 101 Mal ausrücken, im Vorjahr dagegen nur 35 Mal. Enorm gestiegen ist auch die Zahl der blinden Alarme – von 174 auf 348. Dazu gehören unter anderem Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen. Sorgen macht Walter die Tatsache, dass sich die Zahl der sogenannten böswilligen Alarme auf 19 fast verdoppelt hat: „Das gilt es zu beobachten.“ Deutlich zurückgegangen ist dagegen die Zahl der Kleinbrände – von 163 auf 116.

Rund 200 haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute sowie Gäste aus Verwaltung und Politik sahen bei der Dienstbesprechung unter anderem einen Film, den der Löschzug I (Stadtmitte) gedreht hatte. Dieser dokumentiert den Ablauf einer Alarmierung. Die Ausbildung der Feuerwehrleute war ein weiteres Thema. Michael Ackermann, stellvertretender Löschzugführer in Brügge, stellte im Detail die Aus- und Fortbildungsangebote der Lüdenscheider Feuerwehr vor.

In ihrem Grußwort lobte die stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr und dankte den Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren „uneigennützigen Einsatz“, bei dem sie oft auch Tragödien erlebten. „Lüdenscheid verfügt über ein flächendeckendes Gefahrenabwehrsystem. Dafür sind Sie der Garant“, sagte Meyer. Außerdem zeigte sie sich zuversichtlich, dass es bald eine Lösung für das Gerätehaus in Brügge geben wird.

Die Jugendfeuerwehr ist ihrer Zeit voraus: Die Mitglieder stellten bereits einen Kalender für 2012 vor. Mit dem Erlös wollen sie eigene Projekt finanzieren. Die ersten Bestellungen wurden direkt vor Ort entgegengenommen. Im Kürze soll auf der Internetseite http://www.feuerwehr-luedenscheid.de ein Bestellformular abrufbar sein. Der Kalender soll acht Euro kosten.

Eine Überraschung gab es für den stellvertretenden Wehrleiter Uwe Wenzel: Für seine langjährigen Verdienste erhielt er am Samstag das Feuerwehrehrenzeichen in Silber.

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