Feuerwehr soll umziehen: Hier soll neu gebaut werden

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Lüdenscheid – Solide anmutende Bausubstanz, ordentliches Erscheinungsbild – das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Brüninghausen macht auf den Betrachter eigentlich einen ganz properen Eindruck. Trotzdem – langfristig haben die beiden Gebäudetrakte an der Platehofstraße 30 – erbaut 1953 beziehungsweise 1986 – wohl keine Zukunft mehr als Sitz der örtlichen Brandschützer.

Darauf jedenfalls zielt eine Beschlussvorlage ab, die die Lüdenscheider Stadtverwaltung heute ab 18 Uhr dem kommunalen Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt vorlegen will. Deren Kernaussagen: Der bisherige Wehr-Standort wird aufgegeben. E

in neues Gerätehaus soll ganz in der Nähe entstehen – auf einem Grundstücksteil der Platehofstraße Nummer 11, nahe der markanten Villa Platehof an der Platehofstraße 9. Für das Projekt ist die Aufstellung eines Bebauungsplans nötig.

Blickfang im Ortsteil an der Verse: der traditionsreiche Sitz der Brüninghauser Feuerwehr an der Platehofstraße 30. Langfristig will die Stadt den Standort aber aufgeben, der Löschzug soll ein neues Gerätehaus an der Platehofstraße 11 bekommen.

Genau das soll der Ausschuss absegnen. Motiv für das städtische Vorhaben laut Verwaltungsvorlage: Das Noch-Domizil der Wehrkräfte – es handelt sich um den Löschzug 3 der Lüdenscheider Feuerwehr mit seinen 30 Aktiven – genüge „sowohl in funktionaler als auch in baulicher Hinsicht nicht mehr den heutigen Erfordernissen“. 

Die Mängel beziehen sich aus Sicht der Stadtplaner auf die Einhaltung der „neueren Arbeitsschutzbestimmungen“, die dort „nicht im gebotenem Maße gewährleistet werden kann“. Außerdem sei eine gemeinsame Zufahrt für die Feuerwehr und private Grundstückseigentümer – so wie an der Platehofstraße 30 derzeit noch vorhanden – nicht zulässig.

Entsprechende Um- und Ausbauten am bisherigen Standort hält die Verwaltung wegen der topografischen Lage für zu aufwendig. Nach Prüfung mehrerer Alternativen rückte schließlich ein Teil des Grundstücks Platehofstraße 11 in den Blick, dessen Eigentümer zum Verkauf der Fläche auch bereit sei. Ein Vorteil dort laut Prognose: die Erreichbarkeit der potenziellen Einsatzorte der Wehr innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten. Auf dem Grundstück steht ein mehrere Jahrhunderte altes Wohnhaus, das erhalten bleiben soll. Ein angrenzendes Wirtschaftsgebäude müsste für das Feuerwehr-Areal weichen. Ebenso ein Tannen-Wäldchen, für dessen Rodung eine Ersatzpflanzung vorgesehen ist.

An dem angepeilten Wehr-Standort sind zunächst Machbarkeitsprüfungen geplant, so zur ökologischen Verträglichkeit des Projekts.

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