Feuerwehr rettet Entenfamilie aus stillgelegtem Becken

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Lüdenscheid  -  Tierischer Einsatz für die Lüdenscheider Feuerwehr: Am Montagmittag rückten die Einsatzkräfte aus, um Entenküken zu retten.

Gegen 12.15 Uhr kam der Alarm: Mehrere Entenküken waren in ein stillgelegtes Außenbecken eines metallverarbeitenden Betriebes an der Talstraße geraten und kamen aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Etwas höher in dem Becken saß die Mutter mit einem weiteren Küken und schaute ratlos nach ihrem Nachwuchs.

Die sechs Feuerwehrleute planten die Rettungsaktion innerhalb weniger Minuten und seilten einen Kameraden mit Kescher und Käfig in das Becken hinunter ab. Erste traurige Aktion: Die Bergung eines Kükens, das es leider nicht geschafft hat. 

In der Zwischenzeit waren Mutter und Geschwisterchen allerdings hinterhergerutscht, und nun schwamm die kleine Familie wieder gemeinsam. Um diese nun in Richtung des rettenden Keschers zu treiben, genügte ein Wasserstrahl aus dem Löschschlauch. Im Nu gelang es, die drei Küken einzufangen. Die Mutter indes hatte sich auf dem Luftweg davongemacht. Sie saß nun in einem benachbarten Bachlauf.

Dorthin setzten die Feuerwehrleute auch die drei Mini-Enten aus, und gemeinsam paddelte die Truppe, als wäre nichts geschehen. Für den Industriebetrieb ist das nicht der erste Fall von Kükenrettung. 

Der in diesem Bereich zuständige Abteilungsleiter konnte nicht mit Gewissheit sagen, ob es sich um dieselbe Entenmutter handelt, aber die Feuerwehr musste im vorletzten Jahr sogar elf Küken mitsamt ihrer Mama retten. Seinerzeit kam sogar ein Schlauchboot zum Einsatz.

Wie es die Vögel immer wieder schaffen, in dem seit mehr als 30 Jahren ungenutzten Becken zu landen, ist den Mitarbeitern schleierhaft. Jedenfalls erwiesen sich die Tiere wieder einmal als renitente Besucher, die von der Feuerwehr „eingesammelt“ werden mussten. Das gelang ziemlich schnell, nach knapp einer halben Stunde war die Rettung erledigt.

Was die Enten nun machen, ist nicht klar. Nach Angaben des Abteilungsleiters führt der Bach bergauf bis zum Schloss Neuenhof. Vielleicht gibt‘s ja nun einen Familienausflug auf den Schreck.

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