Feuerwehr löst kompletten Stadtalarm aus

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Ein Bach trat in Wettringhof über die Ufer und setzte das angrenzende Firmengelände unter Wasser.

LÜDENSCHEID - Umgestürzte Bäume, blockierte Fahrbahnen, heftige Platzregen, die in Hagelschauer übergingen, starke Böen, überlaufende Gullys - innerhalb weniger Minuten geriet Lüdenscheid am Donnerstagmittag gegen 13.15 Uhr durch ein heftiges Unwetter in einen Ausnahmezustand. Die Feuerwehr löste einen kompletten Stadtalarm aus.

Verkehrschaos am Autobahnzubringer Süd.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei waren im Dauereinsatz. Eine Mutter und ihr Kind wurden unverletzt aus einem Auto befreit, auf das ein Baum gekracht war. Auch auf der Werkshagener Straße fiel ein Baum auf ein Fahrzeug. Vier Personen wurden in dem Wagen eingeklemmt, aber von der Feuerwehr befreit und erlitten nur leichte Verletzungen. Da die Straße durch mehrere umgestürzte Bäume versperrt war, mussten sich die Einsatzkräfte den Weg zum Unfallort freischneiden. Weil in diesem Bereich mehrere Bäume umsturzgefährdet sind, ist die komplette Straße bis auf weiteres gesperrt. Das Forstamt hat bereits mit Fällungen begonnen.

Es kam zu langen Staus, gerade auf der Herscheider Landstraße. Hier war in Höhe des Aldi-Marktes ein Baum auf die Fahrbahn gekippt. Zwischen Lüdenscheid und Halver war ein Baum auf ein Auto gefallen. Die drei Insassen kamen verletzt ins Krankenhaus.

Schwerpunkt der Einsätze war der östliche Stadtbereich Lüdenscheids, vor allem Brüninghausen und Kalve. Insgesamt waren 110 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lüdenscheid mit etwa 30 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurden sie durch Kräfte des THW und der Johanniter Unfallhilfe.

Weitere Fotos aus Lüdenscheid:

Unwetter in Lüdenscheid

Zudem waren die Mitarbeiter des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid und des Stadtentwässerungsbetriebs Lüdenscheid im Einsatz, zum Beispiel um Verrohrungen und zugesetzte Gitter in Bachläufen freizumachen.

In einem Neubaugebiet zwischen Bräuckenstraße und Bromberger Straße fielen gerade errichtete Mauern wie Dominosteine um (siehe Foto unten). Land unter hieß es in Wettringhof, wo der Bach an der Werdohler Landstraße über die Ufer trat und das angrenzende Firmengelände unter Wasser setzte.

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