Feuerwehr birgt Vogelnest aus Kamin

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Vorsichtig ging Feuerwehrmann Jörg Weber mit dem Nest um, in dem drei Jungvögel und ein Ei lagen. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Wegen eines Vogelnestes im Kamin musste die Lüdenscheider Feuerwehr am Donnerstagmorgen mit der großen Drehleiter in die Innenstadt fahren. Beobachtet von zahlreichen Passanten, rettete sie dabei drei gerade geschlüpfte Jungvögel – und ein Ei.

Gegen 10.30 Uhr war die Feuer- und Rettungswache verständigt worden. Auf dem Eckhaus Wilhelmstraße/Jockuschstraße hatte ein Monteur das Nest im Schornstein entdeckt. Da er selbst wegen eines Kamin-Überbaus nicht herankam, rief er die Feuerwehr zu Hilfe. Die Wehrleute bargen das Nest schließlich und riefen ihrerseits die Tierschützer aus dem Tierheim Dornbusch herbei. Die nahmen sich der piepsenden Nesthocker an.

Obwohl der Einsatz offiziell als „Tierrettung“ begann, ging es laut Feuerwehr-Sprecher Jörg Weber vor allem um Menschen: „Das Verlegen von Kaminen durch Vogelnester kann eine gefährliche Angelegenheit sein, weil es dabei zu Kohlenmonoxid-Ansammlungen in Heizungskellern oder Wohnräumen kommen kann.“

Das Einatmen des Gases, das nicht riecht und leichter als Luft ist, kann verheerende Wirkungen haben. So starben im Emsland vor einem Jahr zwei ältere Frauen in ihrer Wohnung, deren Ofenrohr von einem Dohlennest verstopft worden war. In Lüdenscheid, sagte Weber, habe die Feuerwehr vor allem im letzten Jahr häufiger mit Vogelnest-Einsätzen zu tun gehabt.

Ob die geborgenen Jungvögel noch zu retten sind, ist unterdessen noch unklar, hieß es von Seiten der Tierhelfer. Man werde aber tun, was man kann. ▪ hgm

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