Feuerwehr demonstriert Sparwillen

Freude in Brüninghausen: Der Löschzug des Stadtteils hat vom Bezirk Stadtmitte ein Tanklöschfahrzeug übernommen.

LÜDENSCHEID ▪ In Zeiten knapper Kassen demonstriert auch die Lüdenscheider Feuerwehr Sparwillen. Nachdrückliches Beispiel dafür ist jetzt ein Fahrzeugtausch zwischen den Löschzügen Stadtmitte und Brüninghausen.

In Zuge der Aktion erhalten die Brüninghauser Wehrleute ein zwei Jahre altes, aber dank guter Pflege quasi neuwertiges Tanklöschfahrzeug, das bislang in Diensten des Löschzugs Stadtmitte stand und über eine Löschwasser-Kapazität von 4000 Litern verfügt. Der Löschzug Stadtmitte bekommt im Gegenzug das bisherige Brüninghauser Tanklöschfahrzeug – ein Unimog mit einer Aufnahmefähigkeit von lediglich 1800 Litern Löschwasser.

Hintergrund des Tauschhandels: Im ländlich geprägten Brüninghausen mit seinen für die städtischen Außenbereiche nicht ungewöhnlichen Löschwasserproblemen macht ein Löschfahrzeug mit einem größeren Wassertank-Volumen mehr Sinn als beim ohnehin gut ausgerüsteten Löschzug Stadtmitte. So die Erläuterung des Lüdenscheider Feuerwehr-Chefs Martin Walter, der den durch den Tausch erzielten Spareffekt auf rund 450 000 Euro beziffert. „Solche Fahrzeuge sind im Falle des Neukaufs eben teuer“, so Walter. Bei einem kleinen Festakt im Gerätehaus an der Platehofstraße konnte der Löschzug Brüninghausen das Tanklöschfahrzeug in Anwesenheit von Feuerwehrführern, Wehrleuten, Bürgern des Stadtteils sowie Abgesandten aus Verwaltung und Politik nun offiziell in Empfang nehmen. Getauft wurde der geländegängige Spezialwagen dabei auf den Namen „Werner Link“ – in Erinnerung an einen verdienten Brüninghauser Löschzugführer der Vergangenheit.

Der von Brüninghausen zur Stadtmitte überstellte Unimog wird dort nun noch eine Weile fahren, seine Ersetzung durch ein wendiges City-Löschfahrzeug ist allerdings bereits anvisiert. Ist dieses kompakte Vehikel erstmal da, soll der Unimog veräußert werden.

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