Löscharbeiten bis zum späten Abend

Feuer in Wohnhaus an der Humboldtstraße

Vom Drehleiterkorb aus löschte die Feuerwehr das brennende Dachgeschoss – ob das Wohnhaus abgerissen werden muss, ist noch unklar.

[UPDATE 22 Uhr] LÜDENSCHEID ▪ Die Rauchsäule stand gegen 18 Uhr weithin sichtbar über der Stadt: Das Wohnhaus Humboldtstraße 16 brannte am Dienstagabend im Dachgeschoss lichterloh, die Flammen schlugen aus allen Fenstern.

Der angeblich einzige Hausbewohner meldete sich während der ersten Löscharbeiten bei der Polizei, verletzt wurde also offenbar niemand. Doch erst am Mittwoch können Kripo und Feuerwehr in das Gebäude hinein - wenn es nicht sogar dafür zu stark einsturzgefährdet ist. Die Brandursache muss somit noch als ungeklärt gelten. Der Besitzer des Hauses soll sich noch im Urlaub befinden, wie es an der Brandstelle hieß.

Feuer in Wohnhaus an der Humboldtstraße

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Das alte Gebäude, das innen noch Holzdecken aufweisen soll, muss vermutlich abgerissen werden. Die enorme Hitze und das viele Löschwasser dürften es nach ersten Einschätzungen der Polizei unrettbar beschädigt haben. Die Höhe des Sachschadens war am Abend noch nicht zu beziffern.

Bereits am Abend war ein Statiker am Einsatzort, um die Gefährdung für die Umgebung abzuschätzen. Er konnte das Haus aber ebensowenig betreten wie jeder andere.

Brand in der Humboldtstraße

Bange Blicke richteten derweil die unmittelbaren Anwohner auf das Feuer: Die Wehrleute versuchten zu verhindern, dass die Nachbarhäuser in Mitleidenschaft gezogen wurden. Beißender Qualm durchzog die Humboldtstraße, doch auch das hielt zahlreiche Schaulustige nicht davon ab, den Einsatz zu verfolgen.

Einige Jugendliche bejubelten es jedesmal lauthals, wenn abgeplatzte Schindeln oder andere Teile des Daches, das vom Feuerwehrmann im Drehleiterkorb aufgebrochen werden musste, auf die geparkten Autos vor dem Haus krachten: "Volltreffer!"

Die Polizei hatte die Humboldtstraße an Altenaer und Werdohler Straße abgebunden, schließlich wurden auch die Passanten hinter ein Flatterband zurückgeschickt, mit dem Beamte die Straße auf einem etwa 100 Meter langen Abschnitt sperrten. Die Löscharbeiten dauerten wegen immer wieder aufflammender Glutnester bis in den späten Abend hinein an.

Alle weiteren Erkenntnisse zu Hergang und Schäden gibt es frühestens am Mittwoch.

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