Feuer in Lüdenscheider Altstadt

Feuerwehreinsatz an der Römergasse. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Feuer in der Altstadt: Aus bislang ungeklärter Ursache ist gestern Abend gegen 21.15 Uhr ein Brand im Keller eines Wohnhauses an der Römergasse ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen wurden sieben Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Klinikum gebracht.

Dichter Rauch drohte den Rettungsweg zu versperren. Trotzdem blieben die Mieter zunächst in ihren Wohnungen, während die Feuerwehr den Kellerzugang mit einem rauchdichten Vorhang abriegelte. Gleichzeitig quoll der Rauch aus Schächten und durch Türritzen ins Freie.

Auf der Wilhelmstraße und auf dem Graf-Engelbert-Platz drängten sich die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei. Die Zahl der Schaulustigen hielt sich bei bitterer Kälte in Grenzen. Rund 50 Neugierige verfolgten den Lösch- und Rettungseinsatz. Der Besitzer des Hauses berichtete vor Ort, dass zunächst der Strom in den Wohnungen an der Römergasse ausgefallen war und die Mieter kurz darauf beißenden Qualmgeruch wahrgenommen haben.

In der engen Gasse rückten Trupps unter schwerem Atemschutz gegen den Brand vor. Auf der Wilhelmstraße bereiteten die Männer gleichzeitig die Evakuierung der Bewohner des ehemaligen WMF-Hauses über eine Drehleiter vor. Denn sie hätten das Gebäude durch das verwinkelte Treppenhaus in Richtung Rönergasse verlassen müssen. Doch nachdem die ersten Kinder in luftiger Höhe ins Freie gelangt waren, stellte sich heraus, dass die Drehleiter nicht funktionierte. Eilig forderte Einsatzleiter Jörg Weber ein Ersatzgerät aus Altena an, dessen Besatzung schon in der Nähe in Bereitschaft stand. Aber schon beim ersten Versuch – im Korb stand eine frierende Frau neben einem Feuerwehrmann – fiel beim Herabfahren auch diese Drehleiter aus, sodass Einsatzkräfte die Bewohnerin „zu Fuß“ aus dem Korb holen mussten.

Feuerwehrchef Martin Walter kündigte für das Wochenende das Eintreffen einer geliehenen Drehleiter an. Am Einsatzort beobachtete auch Feuerschutz-Dezernent Wolf-Dieter Theissen das Geschehen. Im Einsatz waren 60 Feuerwehrleute und 30 Kräfte des Roten Kreuzes.

Olaf Moos

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