„Es ist das Fest der Vereine“: Wenig Kritik für das 41. Stadtfest

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Das Wetter war durchwachsen, aber die Stimmung stets gut. Besonders die Essenstände verkauften in diesem Jahr gut, weiß Organisator Dierk Gelhausen.

Lüdenscheid - Sonst jubelten die Betreiber der Bierwagen, in diesem Jahr profitierten vor allem die Essensstände beim 41. Stadtfest in Lüdenscheid. „Bei dem Wetter hat es wohl mehr Spaß gemacht, etwas warmes zu essen“, vermutet Chef-Organisator Dierk Gelhausen.

Obwohl viele Vereine in diesem Jahr fehlten, lief es für die meisten gut. Nur die Organisation war kurz zuvor etwas ins Straucheln geraten. In der Woche vor dem Stadtfest war Gelhausen erkrankt. Eine nicht unkomplizierte Situation. Als Chef-Organisator hält er alle Fäden in der Hand. „Die Woche hat mir und den Vereinen einfach gefehlt – da gibt es noch organisatorische Unschärfe“, sagt er. 

Daher soll bereits für nächstes Jahr mit mehr personeller Unterstützung geplant werden. Dennoch: Die Planungen haben geklappt und die Vereine seien größtenteils „sehr zufrieden“. 

"Ein tolles Stadtfest-Wochenende"

Schnell ausverkauft waren beispielsweise die frisch zubereiteten Reibekuchen, die es am Stand von TuRa Brügge gab. Nach 20 Jahren sei es das erste Mal gewesen, dass sie sich damit wieder am Stadtfest beteiligt haben, weiß „Hausmeister“ des Vereins, Thomas Krugmann: „Wir hatten mal Bierwagen, aber das hat sich nicht mehr für uns gelohnt. Dieses Jahr wollten wir gerne mit einem Stand dabei sein.“ Zwar seien die Vorbereitungen durchaus arbeitsintensiv gewesen, „aber es hat sich gelohnt – wir sind sehr zufrieden“, sagt er. 

„Es war ein tolles Stadtfest-Wochenende für uns“, resümiert auch Thomas Geitmann, 1. Vorsitzender des Radsportclubs Lüdenscheid von 1998. „Samstagnachmittag war unsere Motivation kurz im Keller, als es einen riesen Regenschauer gab, aber dann klarte es auf – und die Leute haben sich nicht davon abschrecken lassen.“ Der Verein war das erste Mal mit einem Getränkestand auf dem Stadtfest dabei.

Wenig Beschwerden über Krombacher-Verkauf

„An den teils aufkeimenden Nörgeleien wegen des Krombacher-Verkaufs wollen wir uns nicht beteiligen – wir haben nur gute Erfahrungen gemacht“, betont Geitmann. „Wir haben einen top-modernen Wagen bekommen, alles wurde angeschlossen, und wir mussten uns keine Gedanken über die Kalkulation machen.“ Für einen Verein, dessen „Kernkompetenz nicht der Bierverkauf ist“, sei das deutlich einfacher. 

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Doch auch seitens der Besucher habe Geitmann keine Beschwerden gehört: „Die Zapfanlage war gut eingestellt und das Bier schmeckte toll. Wenn es danach geht, sind wir nächstes Jahr gerne wieder dabei.“ 

Hier und da habe Matthias Czech vom Verein Onkel Willi und Söhne Beschwerden über den reinen Krombacher-Bier-Verkauf gehört – „da ging es um die fehlende Vielfalt, man klaut so ein bisschen den Charme des Stadtfestes“, sagt er. Für die Vereine steckten aber deutliche Vorteile dahinter. „Wir sprechen uns nicht so deutlich dagegen aus.“ 

"Spaßgehalt war sehr gut"

Für Onkel Willi und Söhne war es ebenfalls ein gelungenes Wochenende: „Meiner Stimme nach zu urteilen war es auch bei uns vom Spaßgehalt her sehr gut“, erklärt Czech. Bereits vergangenes Jahr hatten sie auf Anfrage des Geschichts- und Heimatvereins die Onkel-Willi-Bühne bespielt. Dabei entstand der Saloon, dieses Jahr noch erweitert, als überdachte „Saloon-City“. 

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Das 41. Lüdenscheider Stadtfest: Onkel-Willi-Bühne

„Größer wollen wir aber nicht werden“, betont Czech. „Es ist das Fest der Vereine, und wir wollen da niemandem etwas wegnehmen.“ Ebenso wie Organisator Gelhausen hob er die friedliche Stimmung in diesem Jahr hervor. „Ich weiß nicht, woran es liegt, aber es war toll.“ Er danke besonders den engagierten Helfern, immerhin werde es immer schwieriger, die Posten bei solchen Festen und in Vereinen zu besetzen. 

Einige hätten sich sogar noch beim Abbau des großen Gerüsts der „Saloon-City“ eingebracht: „Das war wirklich viel Arbeit“, sagt Czech. Die hatten auch die Mitarbeiter des Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetriebs Lüdenscheid (STL). „Am Montagmorgen sah der Platz noch verheerend aus“, weiß Gelhausen.

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