Feldversuch Hochstraße: "Sehr anstrengendes Thema"

Ob Hochstraßen-Sperrung wegen der Außengastronomie oder nicht: Die Polizei kontrolliert regelmäßig nach 22 Uhr die Einhaltung des Durchfahrtverbotes.

Lüdenscheid - Im Reidemeister gingen am letzten Öffnungstag am Samstag die „last orders“ über die Theke, und auch bei den Feldversuchern an der Hochstraße herrscht so etwas wie Abschiedsstimmung.

 Zwischen Mai und Oktober läuft der Feldversuch Hochstraße mit der Straßensperrung freitags und samstags ab Einmündung Loher Straße. Damit soll das Potenzial des Straßenabschnitts als Freiluft-Gastromeile getestet werden. 

Doch nach gut zwei Monaten ist die Stimmung bei den Organisatoren gerade im Keller. „Logistisch und vom Aufwand her ist das echt nicht zu stemmen“, sagt Steffen Schulte-Lippern (Lønneberga/ Onkel Willi und Söhne). Dazu kommt: Das Lønneberga hat im Sommer nur samstags geöffnet, andere Gastronomen machen Urlaub, der Reidemeister ist nun dicht.

 „Der Aufwand steht in keinem Verhältnis“, sagt Steffen Schulte-Lippern. Die Reaktionen schwankten ohnehin zwischen großer Begeisterung und viel Kritik. Einen Abend habe er alles komplett alleine gemacht – Baken aufstellen, Schilder mit Mülltüten abdecken, räumen. 

„Alles in allem ist das ein sehr anstrengendes Thema“, sagt er. Man wolle die Schön-Wetter-Sperrungen aber „auf jeden Fall“ bis Oktober durchziehen und im Verein nochmals besprechen. Am Ende müsse man sich jedoch die Frage stellen: „Was bringt’s?“

 Für die Polizei bringt's jedenfalls reichlich 20-Euro-Verwarnungen für die, die nach 22 Uhr noch durchfahren – was auch ohne Sperrung verboten ist. Das sei aber normal, sagt Wachleiter Volker Mürmann: „Wir haben überhaupt keine Probleme beim Feldversuch gehabt.“

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