Antrag in Lüdenscheid

Feindbild Elterntaxi: Kostenloses Schülerticket für alle im MK gefordert

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Eine Mutter bringt ihr Kind mit dem Auto zur Schule (Symbolbild). 

[UPDATE] Märkischer Kreis – Elterntaxis sind nicht gut fürs Klima – auf diese Formel könnte man die Rechnung der Partei Die Linke bringen. Linke Ratsvertreter aus Lüdenscheid fordern daher ein Schülerticket für alle Schüler in der Bergstadt.

Perspektivisch sollen Pennäler in allen anderen Kreis-Kommunen in den Genuss eines kostenlosen Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr kommen. 

Zwar erklärte sich der Lüdenscheider Schul- und Sportausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch für nicht zuständig, inhaltlich unterstützten die Ausschussmitglieder aller Parteien aber das Anliegen der Linken. Sie verwiesen die Antragsteller an den Verkehrsausschuss des Kreistages, wo der Antrag richtigerweise vorgelegt werden müsse. Das wollen die Linken nun tun. 

Die Lüdenscheider Linken haben den Hol- und Bringverkehr als ein ständiges Problem an den Lüdenscheider Schulen identifiziert. Die meist kurzen Pkw-Strecken führten in Summe zu einer erheblichen CO2-Belastung. 

„Wir vertreten die Auffassung, dass Kinder und Jugendliche möglichst zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Nahverkehr die Bildungseinrichtungen aufsuchen sollten“, heißt es in der Antragsbegründung. 

Die Lösung aus Sicht der Linken: Alle Kinder bekommen ein Schülerticket, auch diejenigen, die einen kurzen Schulweg haben. Bislang erhalten nur Schüler die Jahreskarte, die von der Schule weit genug entfernt wohnen. Diese Entfernung ist je nach Schulform und Alter unterschiedlich. Jede Kommune kann dabei eigene Regelungen treffen. 

In der Stadt Lüdenscheid gelten zum Beispiel folgende Beförderungsbestimmungen: 

"Ein Anspruch auf Übernahme von Schülerfahrkosten durch den Schulträger besteht in der Regel, wenn der kürzeste Schulweg in der einfachen Entfernung für die Schüler der Grundschule und der Förderschule Klasse 1-4 mehr als 2 km, für die Schüler der Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschule und Förderschule Klasse 5-10 sowie für die Schüler der Gymnasien Klasse 5-EF (frühere Klasse 10) mehr als 3,5 km und für die Schüler der Gymnasien Jahrgang 11 und 12 sowie der Gesamtschule Jahrgang 11-13 mehr als 5 km beträgt. Maßgeblich ist die Entfernung auf dem kürzesten Fußweg in der einfachen Entfernung zwischen Schule und der Wohnung des Schülers."

Sollte der Verkehrsausschuss des Kreistages grünes Licht geben, müsste die MVG errechnen, wie teuer die flächendeckende Einführung wird. Finanziert werden könnte das Ticket, das auch in der Freizeit gelten soll, über eine Erhöhung der Kreisumlage.

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