Feinarbeit für Lüdenscheider Phänomenta

Im Werkzeugbau-Institut (wi-swf) wurde ein kleines Stuckkopf-Modell für das Phänomenta-Exponat „mitdrehender Kopf“ gescannt.

Lüdenscheid - Aus dem Kopf auf den Tisch an die Wand: Bevor sich eine Idee verwirklichen lässt, sind viele Einzelschritte vonnöten – und die Hilfe von Spezialisten. Die kümmern sich derzeit um die Erstellung eines „mitdrehenden Kopfes“, der künftig in der neuen Phänomenta ein Exponat mit lokalem Hintergrund sein wird.

Bislang war die Vorlage für den optischen Effekt ein hinterleuchteter Mozartkopf, den man von einem Tüftler über die Flensburger Phänomenta bekommen hatte. Doch nun gibt’s keine Ersatzköpfe mehr. Für Gert vom Schemm, technischer Leiter der Phänomenta, ist es ein Glücksfall, dass er vor Ort das Know-how findet, mit dem aus einem Fassaden-Stuckkopf von der Schützenhalle die Vorlage für den „mitdrehenden Kopf“ wird: Fachleute vom Werkzeugbau-Institut und vom Kunststoff-Institut.

Der reich dekorierte Kopf wurde bereits vom Original gescannt, um – geglättet und reduziert – eine Form für die Schoko-Dame der Bergstadt-Stiftung zu erstellen. Beim Tag der offenen Tür im Werkzeugbau-Institut wurde das kleine Modell erneut gescannt – Basis für das Phänomenta-Exponat. Theoretisch, so Olaf Schmidt, Geschäftsführer des Werkzeugbau-Institutes, könne die neueste Lasertec-Maschine des Institutes noch Waben in den Sonnenblumen-Kopfschmuck der Dame zeichnen oder eine Haarstruktur herausarbeiten.

Doch für den optischen Effekt des Phänomenta-Exponats braucht der Kopf solche Feinheiten nicht. Hier ist das Problem eher, einen 1:1-Kern in der gewünschten Größe herzustellen. Erste Versuche, die ausgewählte Folie der Einfachheit halber über einen Kunststoff-Kern zu ziehen, scheiterten, weil das Material zu heiß wurde. Nun muss auch noch ein Metallkern her, damit die Dame rechtzeitig von der Wand strahlt. - sum

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