AGV feiert 100-Jähriges: Krise bewältigt

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Moderator Dirk Glaser hatte bei seiner Talkrunde eine leichte Aufgabe mit durchweg optimistisch gestimmten Gästen: Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Bernd Schildknecht, Horst-Werner Maier-Hunke, Dieter Dzewas und Hans Ulrich Volz. (v.l.). ▪

LÜDENSCHEID ▪ Eine „erfolgreiche Phase der Krisenbewältigung“ haben der Arbeitgeberverband (AGV) der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid und seine Mitgliedsunternehmen in den vergangenen 24 Monaten hinter sich gebracht.

Deshalb sagte Geschäftsführer Karl-Friedrich Waffel am Freitagabend in den Lüdenscheider Museen: „Für ein 100-jähriges Jubiläum hätten wir keinen besseren Zeitpunkt finden können.“ Die Arbeit der vergangenen zwei Jahre sei gleichzusetzen mit der Aufbruchstimmung in den Anfängen des AGV vor 100 Jahren und der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg. In Folge der Krise seien viele Unternehmen dem Verband neu- oder wieder beigetreten.

Aber bevor dieses Jubiläum gefeiert wurde, galt es für die Mitglieder und Gäste im Gedenken innezuhalten: AGV-Vorsitzender Hans Ulrich Volz erinnerte an den am Freitag verstorbenen Jürgen Dietrich und seine Verdienste für die Stadt.

"Qualifizierung wichtigstes Ziel der nächsten Jahre"

Im Mittelpunkt des Festaktes stand schließlich eine Talkrunde mit illustren Gästen, moderiert von Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen-Agentur. Neben ihm saßen Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP), noch stellvertretender Ministerpräsident und Innovationsminister in NRW, Bernd Schildknecht, 1. Bevollmächtigter der IG Metall, Horst-Werner Maier-Hunke, Präsident von Metall NRW, Bürgermeister Dieter Dzewas und Hans Ulrich Volz. Ihr Gespräch drehte sich im Wesentlichen um die Wirtschaftsregion Lüdenscheid, Märkischer Kreis und Südwestfalen. So lobte Pinkwart das Engagement sowohl von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern beim Verbundstudium. Der Minister ermunterte die Unternehmer, weiter auf Innovationen zu setzen, um den Wettbewerbsvorsprung, den Firmen der Region in vielen Bereichen hätten, zu halten. Maier-Hunke nannte Qualifizierung als wichtiges Ziel der nächsten Jahre. Denn der Tiefpunkt der Krise sei überwunden, der Aufwärtstrend sei deutlich, aber „Risiken sind sicher noch da.“

Spontaner Beifall für Gewerkschafter Schildknecht

Spontanen Beifall gab es von den AGV-Mitgliedern für den Gewerkschafter Schildknecht: „Es ist leichter mit gesellschaftergeführten Unternehmen Verhandlungen zu führen als mit solchen, in denen die Geschäftsführer von irgendwo einfliegen“, sagte er. Es sei oft gelungen im Dialog passgenaue Lösungen für Unternehmen zu finden, die letztlich auch Arbeitsplätze gesichert hätten.

Eine besondere Aufgabe übernahm gestern Abend Dr. Frank Hoffmeister, stellvertretender Vorsitzender des AGV: Er überreichte Prof. Dr. Erwin Schwab von der Fachhochschule Südwestfalen eine Spende für drei Stipendien. Drei Studierende am Fachhochschulstandort Lüdenscheid sollen für ein Jahr mit jeweils 1800 Euro unterstützt werden. ▪ gör

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