Reha-Klinik: Weder Kur noch Urlaub

Die Mitarbeiter der verschiedenen Fachbereiche beantworteten die Fragen der Besucher.

Lüdenscheid - Mit einer Feierstunde und einem Tag der offenen Tür haben Mitarbeiter, Geschäftsleitung und viele Besucher am Samstag das zehnjährige Bestehen der Reha-Klinik auf dem Gesundheitscampus in Hellersen gefeiert.

„Mit einer umfassenden Leistungspalette hat die Reha-Klinik ihre Bedeutung für den Märkischen Kreis unter Beweis gestellt“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Stefan Herburg, in seiner Begrüßungsrede. Der kleine Festakt im Seminarzentrum bildete den Auftakt der Feierlichkeiten.

Trotz eines umfänglichen Angebots müsse die Klinik aber auch den Spagat zwischen einer optimalen Versorgung der Patienten und knappen Budgets hinbekommen. Der Patient erwarte heute einen reibungslosen Ablauf zwischen Praxis, Krankenhaus, Reha-Maßnahme und Pflege. Aus diesem Grund sei es zwingend notwendig, dass sich die Reha-Klinik am Standort Hellersen ständig weiterentwickele. Neu ist z.B. das Angebot der „Medizinisch-Beruflich-Orientierten Rehabilitation“ (MBOR), die heute startet. Insgesamt gibt es bundesweit nur neun ambulante Einrichtungen, die für dieses Angebot eine Zertifizierung erhalten haben. Menschen, die an den Folgen eines Arbeitsunfalls leiden, sollen während einer mehrwöchigen ambulanten Therapie wieder fit für den Beruf gemacht werden. Die Geräte in den neu ausgestatten Räumlichkeiten sind speziell auf die verschiedensten handwerklichen oder industriellen Berufe ausgerichtet.

Tag der offenen Tür zum Zehnjährigen der Rehaklinik

Geschäftsführer Frank Düssel gab in seinem Grußwort einen kurzen Abriss über die Geschichte des Hauses: Vor zehn Jahren ist die Klinik mit dem Slogan „Reha minus schlafen“ und 17 Mitarbeitern an den Start gegangen. Nach neun Monaten Bauzeit und Kosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro wurde die Reha-Einrichtung auf einer Fläche von 2 200 Quadratmetern eröffnet. Inzwischen sind rund 100 Therapeuten und Ärzte in der Klinik tätig. Pro Jahr werden 2 000 Patienten behandelt und 5 000 Heilmittelrezepte ausgestellt. Insgesamt 30 Sportgruppen und mehr als 300 Personen trainieren regelmäßig im hauseigenen Fitnessstudio. Und seit 2012 ist auch der Samstag als normaler Reha-Tag in den Ablauf integriert.

Dass die ambulante Einrichtung damals mit Kur und Urlaub gleichgesetzt wurde; auch daran erinnerte Geschäftsführer Frank Düssel in seiner Rede. „Doch von einer ‘mediterranen Entspanntheit’, wie es damals in der Zeitung berichtet wurde, kann angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eher nicht die Rede sein“. - jw

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare