Feierstunde zum Tag der Heimat im Haus der Vereine

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Dr. Matthias Heider war auf Einladung Brigitte Gottmanns als Gast und Redner ins Haus der Vereine gekommen.

LÜDENSCHEID - Auch wenn die Heimat fern und verloren ist – die Erinnerung lebt weiter. Im Brauchtum, in Gedichten und in Liedern. Brigitta Gottmann, Vorsitzende des Kreisverbandes des Bundes der Vertriebenen, hob bei der Feierstunde am Sonntag anlässlich des Tages der Heimat den Stellenwert des kulturellen Erbes hervor.

Zahlreiche Mitglieder der Landsmannschaften aus Lüdenscheid hatten sich im Haus der Vereine zusammengefunden, um gemeinsam zu singen, Erinnerungen zu pflegen und den Grußworten und Vorträgen zu lauschen. Brigitta Gottmann freute sich sehr, die Zweite Stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Meyer am Rednerpult begrüßen zu dürfen.

 „Kultur ist unser Reichtum, den wir bewahren und weitergeben müssen“, betonte Meyer. Deutlich hob sie hervor, dass für die Lüdenscheider Landsmannschaften das Erinnern an die Heimat nicht ein hohles Wort sei, „sondern aktives Tun.“ Dieses habe sich jüngst bei der Arbeit rund um die Ausstellung „Wir hier! Zuwanderung in Lüdenscheid und im Märkischen Kreis“ gezeigt: „Die Landsmannschaften haben die Arbeit sehr aktiv unterstützt!“

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider lobte die Erinnerungsarbeit und die Pflege des Brauchtums. „Aber der Tag der Heimat ist nicht nur Anlass für einen Gedankenaustausch. Es ist ein Tag der Hoffnung und auch ein Tag der Trauer. Sie alle werden schmerzlich verspüren, dass Sie etwas Kostbares verloren haben.“

Dr. Matthias Heider, seine Vorrednerin Ursula Meyer und auch der SPD-Landtagsabgeordnete Gordon Dudas betonten, dass am Tag der Heimat auch den heutigen Flüchtlingen und Vertriebenen gedacht werden müsse. „Die Menschen, die aufgrund von Migration zu uns kommen und eine Heimat suchen, sollen bei uns eine Heimat finden“, erklärte Ursula Meyer mit Nachdruck und lobte Lüdenscheid als „weltoffene, tolerante und integrative Stadt“.

Brigitte Gottmann zitierte im Anschluss als Kommentar zu diesem Hinweis einen Anwalt, der noch einmal den Unterschied zwischen Migranten und Vertriebenen deutlichen machte. „Migration ist eine freiwillige Wanderschaft, Flucht und Vertreibung eine erzwungene. Das darf nicht vermischt werden“, erklärte Brigitte Gottmann, bevor sie – gemeinsam mit den Gästen – das „Lied der Deutschen“ anstimmte.

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