Neuer Temperaturrekord für Lüdenscheid

Temperaturrekord: So warm war es im Februar noch nie

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Lüdenscheid – Die Höchsttemperatur im Monat Februar hat am 27. Februar 19,6 Grad betragen. Damit wurde das bisherige Maximum (17,5 Grad am 29.02.1960) für einen Februar in Lüdenscheid sehr deutlich übertroffen – ein neuer Temperaturrekord, schreibt die Meteorologische Station am Staberg in ihrem monatlichen Witterungsbericht.

Der Februar des Jahres 2019 insgesamt war in Lüdenscheid mit einer durchschnittlichen Temperatur von 5,6 Grad um 4,8 Grad deutlich wärmer als das langjährige Mittel (0,8 Grad) und somit der zweitwärmste Februar seit 1902

Nur im Jahr 1959 war der Februar mit 6,4 Grad wärmer. Auf Platz drei folgt jetzt das Jahr 1990 (5,5 Grad). 1998 und 2002 betrug die durchschnittliche Temperatur immerhin auch 4,5 Grad und im Februar 2007 war es 4,0 Grad warm.

Bei der Betrachtung der drei Dekaden des vergangenen Februars fällt auf, dass es in der 1. Dekade (01. – 10. Februar) mit 2,2 Grad noch einigermaßen kalt war. Die 2. Dekade (11. – 20. Februar) war mit 6,2 Grad dann schon richtig warm. In der dritten Dekade (21. – 28. Februar) wurde es mit 9,0 Grad dann richtig frühlingshaft warm. 

Am 1. Februar gab es die tiefste Temperatur des vergangenen Monats – die Temperatur sank auf minus 1,5 Grad ab. Für einen Februar ist das sehr mild. Die kälteste Temperatur in einem Februar in Lüdenscheid gab es mit minus 21,4 Grad am 1.2.1956. 

Es gab sieben Frosttage (Minimum <0,0 Grad) und keine Eistage (Maximum <0,0 Grad). Damit wurden die langjährigen Mittelwerte (17,0 Frosttage und 5,6 Eistage) zum Teil deutlich unterboten.

Viel Sonnenschein in Lüdenscheid

Die Wetterbeobachter registrierten an der Station im Zeppelin-Gymnasium 138,9 Stunden Sonnenschein – für einen Februar deutlich mehr als üblich (170 Prozent des langjährigen Durchschnitts) und somit der sechstsonnigste Februar in Lüdenscheid seit dem Jahr 1902. Auf einen Tag umgerechnet ergibt das durchschnittlich 5,0 Stunden. 

Der Februar 1959 hält hiermit durchschnittlich 5,9 Stunden Sonnenschein pro Tag den Rekord vor 2003 (5,8 Stunden), 1975 (5,7 Stunden), 1929 (5,4 Stunden), 1985 (5,2 Stunden). Den Negativrekord (seit 1971) gab es im Februar 1926 mit durchschnittlich nur 0,5 Stunden Sonnenschein pro Tag. 

Mit durchschnittlich 1,4 über 6,4 Stunden bis zu 7,6 Stunden Sonnenschein wurde es im Februar 2019 von der 1. Dekade über die 2. Dekade bis zur 3. Dekade immer sonniger. Mit 10,6 Stunden Sonnenschein war der 27. Februar auch der sonnigste Tag in Lüdenscheid. An nur fünf Tagen ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. 

Zwölf Tage Niederschlag

Mit 72,0 Litern Niederschlag pro Quadratmeter brachte der Februar dieses Jahr etwas weniger Niederschlag als üblich (82 Prozent des langjährigen Durchschnitts). Der meiste Niederschlag fiel mit 23,4 Litern pro Quadratmeter am 11. Februar – damit wurde der Höchstwert von 59,7 Litern pro Quadratmeter vom 9.2.1946 natürlich deutlich verfehlt. 

Der Niederschlag verteilte sich auf zwölf Tage (langjähriger Durchschnitt 17,5 Tage). An acht Tagen (12,5 Tage) gab es mehr als 1,0 Liter und an drei Tagen (2,7 Tage) mehr als 10,0 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Schneefall gab es an vier Tagen. Mit 12 cm fiel die Neuschneesumme niedriger als üblich aus (langjähriger Durchschnitt 26,8 cm). 

Auch die elf Tage mit einer Schneedecke sind etwas weniger als üblich (langjähriger Durchschnitt 14,3 Tage). Mit 20 cm wurde am 1. Februar die maximale Höhe der Schneedecke gemessen.

Kein Gewitter im Februar

Der Wind wehte im vergangenen Februar am häufigsten aus Südwest (43 %), Süd (19 %), West (13 %) und Südost (10 %). Die anderen Windrichtungen waren in diesem Monat lediglich mit einer Häufigkeit von unter 7 % vertreten. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit betrug im Februar 2,7 Beaufort. Dieser Wert liegt unter dem langjährigen Durchschnitt (3,2 Beaufort). 

Der Wind erreichte an fünf Tagen Sturmstärke (>=8 Beaufort). Mit gut 79 km/h (=9 Beaufort) gab es am 8. Februar die stärkste Windböe des Monats.

Nebel gab es an zwei Tagen und Gewitter verzeichnete die Station nicht. Verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt bedeutet das ungefähr acht Tage weniger mit Nebel und 0,7 Tage weniger mit Gewitter.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Februar besonders die letzten 15 Tage richtig frühlingshaft war.

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