Neuenhofer Straße wird Thema im Rat

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Drei Häuser sollen oberhalb der Einmündung am Hüttenfeld errichtet werden, zwei unterhalb.

Lüdenscheid - Der vom Rat gekippte Satzungsbeschluss zur Wohnbebauung an der Neuenhofer Straße kommt erneut auf die politische Tagesordnung. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt am 17. Juni und im Rat in der darauf folgenden Sitzung am 22. Juni beantragt die FDP, den „Bebauungsplan Nr. 808 Neuenhofer Straße“ erneut zu behandeln.

Der Satzungsbeschluss beinhaltet die Möglichkeit, im oberen Teil der Neuenhofer Straße fünf Einzelhäuser zu errichten, davon drei oberhalb der Einmündung Am Hüttenfeld und zwei darunter. Das entsprechende Bebauungsplanverfahren hatte alle Stationen durchlaufen, war in der letzten Ratssitzung überraschend mit einem Patt von 23 zu 23 Stimmen bei zwei Enthaltungen der FDP gescheitert, während es den Planungsausschuss noch mit knapper Mehrheit passiert hatte.

Gespräche im Bauamt

Die Enthaltung hatte FDP-Fraktionschef Jens Holzrichter und zuvor im Fachausschuss Ratsherr Michael Wülfrath mit nicht ausgeräumten Bedenken zum Volumen der Baukörper begründet, außerdem zur Änderung des Planes im Laufe des Verfahrens, nach der auch eine zweigeschossige Bebauung mit Flachdach zulässig ist. Mit diesen Bedenken hatte der Bebauungsplan seine knappe Mehrheit verloren.

Das wollen die Liberalen jetzt rückgängig machen. In der Vorlage zum Beschluss sei klarzustellen, wie viele Wohneinheiten pro Haus möglich seien. Darzustellen seien zudem die maximalen Gebäudehöhen in Form einer Skizze, die die Änderung deutlich macht. Die identische Vorlage erneut zur Abstimmung zu bringen, lehnt Holzrichter hingegen ab.

„Einzelhäuser“ geplant

Nach Gesprächen im Fachdienst Stadtplanung hält die FDP inzwischen die Bebauung für vertretbar. Die Enthaltung habe sich nicht gegen das Planverfahren an sich, sondern gegen fehlende und missverständliche Formulierungen gerichtet. Mit der neuen Vorlage bestehe die Chance, diese Bedenken auszuräumen. So geht Holzrichter davon aus, dass mit der Zweigeschossigkeit die Bebauung insgesamt niedriger ausfallen werde als bei nur einem Geschoss plus Satteldach. „Die Änderungen im Plan sind nicht so gravierend, dass wir sie nicht verantworten könnten“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende im LN-Gespräch. Die bauliche Aufteilung der jeweiligen Einzelhäuser bleibe den Bauherren vorbehalten. Zulässig seien dort das Haus einschließlich einer Einliegerwohnung, deren Größe nicht festgesetzt sei. „Die Zahl der Klingelschilder“, so Holzrichter, „ist mir egal.“

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