Gute Laune zwischen Blumen

Fast wie Urlaub in Corona-Zeiten: Ein Ausflug ins Gartencenter

Familie mit Blumen
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Der Balkon soll schöner werden: Arian Schmies sucht mit Papa Florian und Mama Franziska dazu die passenden Pflanzen im Garten-CenterKremer zusammen.

Mit den Temperaturen steigt auch die Zahl der Einkaufsmöglichkeiten, die wieder vom Lockdown ausgenommen werden. Das sonnige Wetter darf endlich genutzt werden, um sich mit blühender Botanik in den Gartenabteilungen der Baumärkte einzudecken, um Balkon und Garten mit den bunten Pflanzen zu verschönern. Die Produkte außerhalb der Gartenabteilungen sind dort für Privatkunden jedoch noch immer nicht zugänglich.

Lüdenscheid - Reine Garten-Center und Raiffeisenmärkte durften hingegen auch in den vergangenen Wochen mit wenigen Einschränkungen ihre Türen für die Kunden öffnen. „Wir haben neben den üblichen Hygienemaßnahmen eine eingeschränkte Kundenzahl, und der gesamte Deko-Bereich und die Gartenmöbel sind derzeit noch nicht frei verkäuflich“, erklärt Lars Irmler vom Garten-Center Kremer an der Altenaer Straße. Wie auch in den Baumärkten können solche Artikel aber bestellt und abgeholt werden.

„Der erste Impuls, wieder im Garten aktiv zu sein, ist bei dem Wetter jetzt wieder gegeben“, weiß der Merchandiser und macht die angenehmere Witterung für die volleren Verkaufsräume verantwortlich. „Jetzt bei dem Sonnenschein haben die Leute wieder mehr Lust, nach draußen zu gehen und Frühlingspflanzen im Garten einzusetzen“. Einen festen Platz im Einkaufswagen hätten derzeit Stiefmütterchen und Hornveilchen. „Das sind so die Klassiker im Frühling“, sagt Irmler. Diese Pflanzen kämen auch ganz gut mit den teilweise kühleren Temperaturen zurecht. „Auch Primeln können nach draußen, die vertragen allerdings keine größeren Minustemperaturen und müssten eventuell noch mit einem Vlies geschützt werden“.

Auch Diana Koch und Kathrin Höllermann nutzen das schöne Wetter für einen Ausflug ins Garten-Center. „Ich suche hier etwas Buntes fürs Büro, damit das Arbeiten wieder Spaß macht“, lacht Kathrin. Ihre Freundin arbeitet an einem anderen Projekt: „Mein Freund hat ein kleines Gewächshaus aufgebaut. Jetzt wollte ich mich mal am Gemüse versuchen“, erklärt Diana. Tomaten, Salat, Gurken und Kräuter sollen dort gedeihen. „Ich habe gegoogelt. Das kann ich alles jetzt schon einpflanzen“.

Christian Sobczak vom Raiffeisenmarkt am Worthplatz sagt genau das Gleiche: „Saatgut für verschiedene Gemüsesorten kann jetzt schon eingepflanzt werden. Wer die Möglichkeit hat, im Gewächshaus oder beheizten Räumen etwas vorzuziehen, kann das machen“. Auch Blumenerde, verschiedene Sträucher, sowie die Frühblüher, wie Hyazinthen, Narzissen, Stiefmütterchen oder Primeln, seien jetzt eine gute Wahl. Der Fachmann gibt jedoch zu bedenken, dass „das Wetter täuscht. Man muss immer noch etwas vorsichtig sein. Eigentlich sind wir noch im Winter, und das Sauerland ist berüchtigt dafür, dass es auch später noch Nachtfrost geben kann“. Pflanzen, die Frost gar nicht vertragen können, seien jetzt noch nicht empfehlenswert für eine Auspflanzung. Wer Rasen einsäen möchte, sollte damit auch noch etwas warten. Stiefmütterchen und Hornveilchen wären dagegen sehr empfehlenswert.

Die Sonne aktiviert anscheinend nicht nur die Flora, sondern auch die Menschen und ihre Kreativität. Marius Scholten, Geschäftsführer der Raiffeisen-Südwestfalen eG, kann einen gesteigerten Aktionismus bei den Kunden erkennen: „Viele kommen jetzt aus ihrer Starre heraus und empfinden das als eine Art Befreiung“. Auch die Landwirte würden durch die sonnigen Tage an die Aussaat erinnert, und es gäbe Anfragen nach Saatgut und Düngemittel. Bereits jetzt würden schon Preise für die Maissaat erfragt.

Privatkunden sind eher auf der Suche nach passenden Blühpflanzen, wie Matthias Kleinschmidt, der hier für seinen Freund noch ein Präsent sucht. „Er hat einen Garten, und ich suche ein Last-Minute-Geschenk für ihn“. Das schöne Wetter kommt für den Lüdenscheider gerade richtig: „Es tut gut, wieder etwas draußen machen zu können. Sich nur drinnen aufhalten zu müssen schlägt aufs Gemüt und auf die Gesundheit“.

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