Baubeginn im nächsten Jahr

Fast eine Million Euro: Stadt im MK plant Großprojekt

Parkplatz mit Autos
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Die „Kraterlandschaft“ des Parkplatzes an der Jahnstraße: Im nächsten Jahr will die Stadt die Fläche neu asphaltieren und mit Beeten, Beleuchtung und vorsorglich mit Leerrohren für Ladesäulen für E-Autos ausstatten.

Es wird ein echtes Großprojekt, für dessen Verwirklichung die Stadt fast eine Million Euro ausgeben wird: Der große Parkplatz an der Jahnstraße sowie die Zufahrt zum ehemaligen Jahnstadion sollen komplett erneuert werden.

Lüdenscheid - Die Bauarbeiten beginnen im nächsten Jahr, wenn die Hochbauten auf dem früheren Sportplatz fertig sind. Der Bau- und Verkehrsausschuss segnete die Maßnahme am Mittwochabend mehrheitlich ab.

Kernstück des Vorhabens wird die grundlegende Sanierung des Parkplatzes sein. Wie Janis Weiland vom Fachdienst Verkehrsplanung und -lenkung erklärte, soll die Fläche komplett asphaltiert werden. Regenwasser soll so nicht versickern können, und das hat einen Grund: Der Boden ist in bis zu vier Metern Tiefe mit Altlasten verseucht.

Vor mehr als 100 Jahren gab es nach Weilands Worten eine Ziegelei auf dem Gelände. Das Areal auszukoffern, würde Unsummen verschlingen. Deshalb baut die Stadt einen Stauraumkanal, der das Wasser, über eine Drosseleinrichtung dosiert, in den Straßenkanal abgeben soll.

Derzeit können 48 Autos auf dem Platz abgestellt werden – ungeordnet und in einer „Kraterlandschaft“, wie Ausschussvorsitzender Jens Holzrichter anmerkte. Janis Weiland: „Unglaublich, wie es da aussieht.“ Nach der Sanierung wird es 41 Stellplätze à 2,70 Meter Breite, zwei große Pflanzbeete mit Bäumen, neue Beleuchtung und – in fernerer Zukunft – Ladesäulen für E-Autos geben.

Für die nötigen Kabel verlegt die Stadt schon mal Leerrohre. Die Wertstoffcontainer bleiben an ihrem Standort. Abstell- und Sicherungsmöglichkeiten für Fahrräder sind nicht vorgesehen.

Ein Problem stellt die Verkehrsführung am Abzweig zum Jahnstadion dar. Hier soll es in einem verkehrsberuhigten Abschnitt einen Gehweg vor der ehemaligen Kneipe und am Kinderschutzbund vorbei bis zum früheren Sportplatz geben.

Die Verkehrsinsel in der Einmündung schränkt die Planer ein, denn sie muss – obwohl fehlende Übersichtlichkeit und Kurvenradien dagegen sprechen – dort bleiben, wo sie ist. Grund ist die alte Linde auf der Insel, die nach Weilands Worten erhalten werden muss. „Wir müssen den Knotenpunkt um den Baum herum planen.“

Im Wesentlichen sind die Ausbaupläne – Gesamtkosten: 950 000 Euro – politisch unumstritten. Die Fraktionen votierten für den Vorschlag aus dem Rathaus – aber nicht einstimmig. Ilona Bartocha und Eugen Cramer (Bündnis90/Die Grünen) lehnten das Vorhaben ab. Die Altlasten im Boden zu lassen und einfach zu überdecken, das wollen sie nicht mittragen.

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