Farbenpracht und Frostgefahr im Garten

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Obi-Mitarbeiterinnen Linda Ortmann (l.) und Sabine Zillmann: „Man muss die Pflanzen gut abdecken.“

Lüdenscheid - Auch wenn die Temperaturen in den vergangenen Nächten noch in den Minusbereich fielen: Lüdenscheids Garten- und Blumenfreunde sind bereits aktiv. Stiefmütterchen und Hornveilchen haben ihre Plätze in Beeten, Kübeln oder Balkonkästen bereits gefunden.

Von Maike Förster

Doch locken in Gartencentern und den Pflanzenabteilungen der Baumärkte bereits jetzt die Sommerpflanzen mit ihren leuchtenden Farben. Aber Vorsicht: Die Nächte können Blumen wie Geranien, Tagetes, Margeriten und Dahlien noch mächtig zusetzen.

Obi-Mitarbeiterin Sabine Zillmann hat Verständnis für die Kunden, die nach dem langen Winter Sehnsucht nach bunten Farben im Garten haben. Und die Fachfrau hat ein paar Tipps auf Lager, wie Blumenfreunde die Sommerblüher vor dem Frost schützen können: „Man muss die Pflanzen gut abdecken, mit Zeitungen oder einem Betttuch zum Beispiel. Von Folie rate ich ab, das Klima dann entsteht, tut den Blumen nicht gut.“

Stephanie Fisch, Mitarbeiterin des Gartencenters Kremer, geht bei ihren Blumenschutztipps sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn es nachts richtig kalt wird, holt man die Blumen am besten ins Haus. Oder in den Wintergarten oder das Gewächshaus. Dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.“ Die beste Lösung, wie Stephanie Fisch und auch Sabine Zillmann betonen, sei aber, noch ein wenig Geduld zu haben und mit dem Pflanzen der Sommerblumen noch ein bis zwei Wochen zu warten.

Dass manche Kunden ihre Ungeduld nicht zügeln können, weiß Hellweg-Mitarbeiter Andreas Tonat aus Erfahrung: „Wir beraten unsere Kunden natürlich und sagen, dass die Blumen in Frostnächten Schaden nehmen können. Aber die Kunden nehmen es in Kauf, dass die Pflanzen dann hinüber sind. Sie kaufen einfach ein paar neue und ersetzen damit die, die die Kälte nicht überstanden haben.“ Auch Andreas Tonat rät, die Blumen nachts ins Haus zu holen – und des halb am besten in Kübeln zu pflanzen und noch nicht ins Beet. „Auch mit einem Vlies kann man nicht jeden Frostschaden ausschließen.“

Haben die Blumen den Frost überstanden, sind sie für den Sommer gewappnet – am nachhaltigsten dann, wenn sie von Beginn an den richtigen Dünger bekommen haben, wie die Gartenspezialisten betonen. Sabine Zillmann rät zu einem Langzeitdünger. „Sommerpflanzen sind start zehrende Pflanzen. Sie holen sich viele Nährstoffe aus dem Boden. Die Wirkung eines Langzeitdüngers hät ungefähr drei Monate an. Das ist praktisch, denn da muss man sich nicht ständig daran erinnern, dass man wieder neu düngen muss.“

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