Ex-Drummer Chris Slade adelt AC/DC-Party im Eigenart

Die Musiker brachten schnell die Stimmung zum Kochen.

LÜDENSCHEID - Was dem „Dynamite AC/DC-Fanclub Germany“ als Ausrichter der zweiten AC/DC-Fanparty im „Eigenart“ am Samstag gelang, war eine kleine Sensation: Die Mitglieder des befreundeten „AC/DC Fanclub Russia“, allen voran Präsident Alexej, hatten ihre Kontakte spielen lassen und Schlagzeug-Superstar Chris Slade, der von 1990 bis 1995 festes Mitglied von AC/DC war, in die Bergstadt geholt.

Ursprünglich sollte der Musiker, der auch in anderen Top-Formationen wie „Manfred Mann’s Earth Band“ und „Uriah Heep“ tätig war, bereits am Freitag ins Eigenart kommen. Dieser Termin hatte sich jedoch kurzfristig zerschlagen, so dass der Drummer erst am Samstag den Weg nach Lüdenscheid fand. Die Fans waren von dem prominenten Besuch, der von AC/DC-Gitarrist Angus Young einmal für seine Künste am Schlagzeug als der „beste Musiker der Band“ gelobt wurde, im Vorfeld nicht informiert worden – Slade selbst hatte darum gebeten, seinen Besuch nicht an die große Glocke zu hängen, um einen allzu wilden Fan-Ansturm zu vermeiden. Die Überraschung und Freude war natürlich groß, als der Musiker am Abend zuerst mit dem Gründer des „Dynamite AC/DC-Fanclub Germany“, Frank Petersen, und anschließend mit Alexej als Vermittler der prominenten Stippvisite auf die Bühne trat. Im Anschluss an ein paar herzliche Worte zur Begrüßung bewies Slade, dass er bodenständig und auf Augenhöhe mit seinen Fans geblieben ist. Mehr als 90 Minuten Zeit plante der gut gelaunte Star für das Signieren von Fanartikeln, Kutten, Aufnähern und Fotos sowie ausführliche Gespräche ein.

Die bei einigen Fans durchaus vorhandene Hoffnung, dass sich Slade vielleicht noch für ein oder zwei Songs ans Schlagzeug der am Samstagabend aufspielenden AC/DC-Tribute-Band „Big Balls“ setzen würde, erfüllte sich zwar nicht, dafür punktete der Musiker mit seiner unkomplizierten, offenen und bodenständigen Art.

Neben dem Stargast hatte die zweitägige Veranstaltung, zu der AC/DC-Fans nicht nur aus weiter entfernten deutschen Gefilden wie Ostfriesland oder Berlin, sondern auch aus Russland, Italien, Österreich sowie der britischen Metropole Liverpool anreisten, noch einiges mehr zu bieten. Die zweitägige Veranstaltung startete mit einem Gig der Band „Roar!Machine“. Die deutsche Combo covert Songs der australischen Formation „Rose Tattoo“, die sich im gleichen musikalischen Genre wie AC/DC bewegt und ebenfalls Anfang der 70er-Jahre gegründet wurde. An diesem Abend feierten die zahlreichen Besucher bereits bis in den frühen Morgen. Am Samstagnachmittag konnten die Fans dann im Rahmen einer AC/DC-Börse tolle Schnäppchen machen, bevor am Abend nach dem Besuch von Chris Slade die AC/DC-Tribute-Band „Big Balls“, die bereits im letzten Jahr das Eigenart zum Kochen brachte, ihr Rock-Feuerwerk zündete.

Die Musiker um Frontmann „Chicken“ legten dabei den Schwerpunkt vor allem auf die älteren Stücke der Australier, die noch mit dem 1980 verstorbenen Sänger Bon Scott eingespielt worden waren. Und so verwandelte sich auch diesmal bei Klassikern wie „Dirty deeds done dirt cheap“, „The Jack“ oder „Problem Child“ das Eigenart in einen echten Hexenkessel. - bot

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