Famo-Preis für CVJM-Baumhaus-Camp

Famo-Preis für CVJM-Baumhaus-Camp

LÜDENSCHEID - Kindheitsträume gibt es viele. Sich ein richtiges Baumhaus zu bauen und eine Weile dort zu leben, könnte durchaus einer davon sein. Eine Jungengruppe aus der Region muss von einem solchen Abenteuer indes nicht nur träumen. Sie darf das Projekt im Sommer auch realisieren. Möglich wird das durch ein neuartiges Konzept des CVJM-Kreisverbandes Lüdenscheid, das dann auch den passenden Titel „Baumhauscamp“ trägt. Für dieses Vorhaben gab es Sonntag den Famo-Förderpreis.

Bei der Initiative werden 20 oder mehr Jungen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren zunächst ein Baumhaus errichten und dort dann für eine Woche Quartier nehmen. Der Zeitraum für die Aktion steht mit den ersten beiden Wochen der Sommerferien (7. bis 21. Juli 2014) schon fest. Unklar ist noch der genaue Standort. Das benötigte Waldstück soll aber möglichst im Raum Lüdenscheid liegen. So die Worte von Johannes Seidel.

Der 31-Jährige ist CVJM-Kreisverbandssekretär und gleichzeitig Leiter des Baumhaus-Projekts. Dass der Diakon und Erzieher einst außerdem das Tischler-Handwerk erlernte, dürfte dem kollektiven Waldabenteuer wohl zugute kommen. Vom pädagogischen und gemeinschaftlichen Wert zeigt sich Seidel übrigens restlos überzeugt: „Das wird für alle Beteiligten eine spannende Zeit.“

Mit seiner positiven Einschätzung steht Seidel nicht alleine da. Der Famo-Förderverein hält das CVJM-Projekt für so wertvoll, dass er es jetzt beim Neujahrsempfang der Stadt mit dem erstmals verliehenen Famo-Förderpreis bedacht hat. Für den CVJM bedeutet das konkret eine Finanzspritze in Höhe von 5000 Euro.

Dass sich Seidel für diese Unterstützung ausgesprochen dankbar zeigt, ist keine Überraschung. Der CVJM-Mann wird im Sommer ein zwölfköpfiges Betreuerteam anführen, das die Jungen während des Projekts anleitet und beaufsichtigt. Auf diese Aufgabe wollen sich die Helfer in den nächsten Monatengezielt klettertechnisch und pädagogisch vorbereiten. Sicherheitsaspekte genießen laut Seidel höchste Priorität. Kein Wunder: Das Baumhaus mit seinen voraussichtlich drei Trakten wird sich in einer Höhe von acht bis elf Metern befinden. „Da darf natürlich keiner runterfallen“, sagt Seidel, selbst leidenschaftlicher Kletterer.

Der Ablauf der Freizeitmaßnahme soll so aussehen: In der ersten Woche wird das Baumhaus gebaut. Die Betreuer und ihre Schützlinge tragen während der Arbeiten in den Bäumen Kletter- und Sicherheitsausrüstung. Zu den Arbeitsmaterialien gehören Rundhölzer, Planen und Seile. Geschlafen wird während dieser Zeit noch in Zelten am Boden.

In der zweiten Woche wird dann das fertige Baumhaus zur Gruppenunterkunft. Eine hohe Geländerkonstruktion sorgt für Sicherheit. Dazu kommen Wander- und Kletterausflüge. „Wir wollen mit der Maßnahme Verantwortungsgefühl, Solidarität und gegenseitige Wertschätzung fördern“, so Seidel. Und weil es sich um ein CVJM-Angebot handelt, gehört auch christliches Gedankengut zu den vermittelten Lebenswerten. So wird es im Camp regelmäßig Andachten geben.

Es gibt noch freie Plätze für das Ferienlager. Informationen sind beim CVJM unter der Lüdenscheider Rufnummer 8 11 36 erhältlich. - dt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare