Ausstellung über Lüdenscheider Pflegefamilien in der Stadtbücherei eröffnet

Famo: Liebe ohne Grenzen

ZurEröffnung der Tupf-Ausstellung waren viele Lüdenscheider Pflegefamilien mit ihren Kindern in die Stadtbücherei gekommen.

LÜDENSCHEID  - Liebe kennt keine Grenzen. Und bei echter Liebe spielen Gene keine Rolle. Das ist für die Lüdenscheider Familien, die eines oder mehrere Pflegekinder aufgenommen haben, eine Selbstverständlichkeit. Genau das wollen sie nun zeigen – und haben im Rahmen des Familienmonats eine Ausstellung in den Räumen der Stadtbücherei möglich gemacht.

Der Verein Tages- und Pflegeeltern (Tupf) präsentiert Bilder von Pflegeeltern mit ihren Kindern. Begleitet werden die Bilder von Texten, die immer wieder eines deutlich machen: Auch Pflegefamilien sind am Ende des Tages vor allem eines – ganz normale Familien. Mit allen Höhen und Tiefen wird hier das Zusammensein gelebt.

„Es spielt überhaupt keine Rolle für uns, ob wir eure leiblichen Eltern sind – wir könnten euch nicht mehr lieben, wenn wir es wären! Ihr habt einen festen Platz in unseren Herzen erobert und wir sind sehr glücklick euch zu haben!“ Diese Worte prangen unter einem der Fotos. Und regen zum Nachdenken an. Warum ist das Thema Pflegefamilien immer noch ein Tabu?

Diese Frage nahm auch Hermann Scharwächter, Fachbereichsleiter für Schule, Jugend und Sport, auf, als er die Ausstellung offiziell eröffnete. Der Beitrag von Familien und Paaren, die sich für ein Pflegekind entscheiden, sei immens wichtig. „Wir brauchen diese Familien in Lüdenscheid“, betonte Scharwächter.

Famo-Initiator Willi Denecke erklärte, dass die Ausstellung des Tupf für ihn ein sehr wichtiger Programmpunkt im Terminkalender des Familienmonats sei. „Den Tupf wollen wir auch nachhaltig – über den Famo hinaus – mit unserem Förderverein unterstützen“, versprach Willi Denecke.

Ulla Nagl, 1. Vorsitzende des Tupf, freute sich über die vielen Pflegefamilien, die zur Ausstellungseröffnung in der Stadtbücherei erschienen waren. Auch sie wünschte sich, dass die Bilderschau dazu beitrage, dass Thema Pflegefamilie mehr in die Öffentlichkeit zu tragen.

Gerührt waren die Ausstellungsbesucher vor allem auch von der selbst geschriebenen Geschichte eines Pflegekindes. Tamara Müller trug ihre Erzählung über eine Dinosaurierfamilie vor und erntete dafür viel Beifall.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei noch bis zum 27. Oktober.

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