„Ganz privat – Familie“: Famo-Herzstück eröffnet

Die Ausstellung „Ganz privat“ über Familien für Familien ist noch bis zum 13. Januar zu sehen.

LÜDENSCHEID - Eine Stadt, 8100 Familien, ein Projekt: der Famo. Am Samstag fanden jahrelange Arbeit, unzählige Einsatzstunden von 50 Ehrenamtlichen, 450 Stunden Agenturarbeit und Informationen aus 500 Presseveröffentlichungen, auf 1000 Quadratmetern Werbebanner und zwei Millionen bedruckten Seiten Papier ihre Erfüllung.

Doch was wären Zahlen ohne Gefühl: Mit der Ausstellungseröffnung „Ganz privat – Familie“ begann das Herz des Kindes zu schlagen, das nach dem Willen seines Vaters, Willi Denecke, groß und stark werden soll.

„Famo ist zur Marke geworden, zumindest in Lüdenscheid“, sagte ein „wahnsinnig glücklicher“ Organisator vor rund 500 Gästen, die in die Museen der Stadt gekommen waren. Er blickte zurück auf die Ursprungsidee – das Geschenk einer Kunstausstellung zum 40. Geburtstag seiner Nichte –, und er blickte in die Zukunft, in der es alle zwei Jahre aufs Neue heißen soll: „Viele können viel bewegen“. Deneckes Dank galt vor allem den Sponsoren, die viel bewegt haben um seinen Famo-Traum wahr werden zu lassen. Zugleich warb er um weitere Famo-Botschafter, denn er hofft auf Nachhaltigkeit: „Heute ist ein guter Tag, den Förderverein-Flyer auszufüllen.“

Durch das Programm führte der gebürtige Lüdenscheider „Entertainer und Papa“ Marian Heuser, der nochmals all jenen dankte, die „der Famo-Idee Tor, Tür und Herz geöffnet“ haben. Und natürlich auch die Geldbörse.

Umrahmt wurden weitere Beiträge von Auftritten des zu diesem Anlass gegründeten Mehrgenerationen-Chores der städtischen Musikschule und des Familienzentrums St. Josef unter Leitung von Marion Fritzsche. Sängerinnen und Sänger „zwischen sechs Monaten und Mitte siebzig“ zeigten, wie es klingt, wenn Musik willkommenes Familienmitglied ist.

„Der Famo ist nicht der Beginn von Familienförderung in der Stadt“, darauf wies Schirmherr Bürgermeister Dieter Dzewas hin. Aber er gebe dem Thema noch einmal eine ganz neue Qualität, betonte er. Der Zweite Stellvertretende Landrat Udo Vorländer betonte die Bedeutung von Familien, die „für Kinder immer noch die beste und stabilste Grundlage“ seien und daher einen Anspruch auf Unterstützung hätten.

„Familie ist Glücksbringer Nummer 1“, zitierte Galerieleiterin Hilke Gesine Möller den jüngsten Glücksatlas. Sie gab eine Einführung in die Ausstellung, die das heute „buntere Bild des Zusammenlebens“ auf 13 unterschiedliche Weisen zeige und wünschte „viel Freude und neue Einsichten“. Die erhielten die Gäste beim Galerierundgang, bei Gesprächen, Häppchen und der Kunst, ungeduldige Kinder bis zur großen Luftballonaktion bei der Stange zu halten. Aber auch das ist die Kunst der Familie: Unterschiedliche Interessen geschickt zu bündeln. - Susanne Kornau

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