Familientag: „Wir bauen Zeitbrücken“

Familientag im Bürgerforum des Rathauses. Kinder des Familienzentrums Nordstraße bauten eine Zeitbrücke.

LÜDENSCHEID ▪ Es ist zwar ein altes, aber nach wie vor brisantes Thema – die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Weil es so viele betrifft, stand es am Dienstag zum Internationalen Tag der Familie auch im Rathaus im Fokus der Organisatoren rund um das Lokale Bündnis für Familien.

Unter dem Motto „Wir bauen Zeitbrücken – Zeitzeichen setzen“ präsentierten Jugendamtsleiter Hermann Scharwächter und sein Team sowie Agenda- und Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Wilfart die Angebote für Familien, die die Stadt bereits vorhält, ohne außer Acht zu lassen, dass es nach wie vor einen großen Handlungsbedarf gibt, wie Scharwächter betonte. „Aber wir stehen nicht mit leeren Händen da.“

Andreas Nölle von der Kommunalen Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) stellte die Kinderbetreuungsbörse auf der Internetseite der Stadt vor, anhand derer sich Eltern auf der Suche nach einem Kita-Platz unter den 40 Einrichtungen orientieren können. Im Rathaus ist zudem ein Kinderbetreuungsraum eingerichtet, ein sogenanntes Inhouse-Büro hält Bastelspiele und einen PC bereit, wenn für Beschäftigte einmal die Zeit zu knapp wird, um ihre Kinder gut versorgt zu wissen – sei es aufgrund eines Arzttermins oder weil durch Schulferien ein Betreuungsengpass entsteht. „Die Randzeit-Betreuung ist immer wieder ein Problem“, so Scharwächter, der auch die Angebote der Tagespflege und den Ausbau der U 3-Plätze hervorhob. „Nicht nur bei Kindern, auch bei der Betreuung eines Ehepartners oder erkrankter Eltern spielt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine große Rolle“, erinnerte Elisabeth Wilfart. Das Angebot der Familienbetreuung ist zudem ein wichtiger Standortfaktor, um Fachkräfte in der Stadt zu halten. Auch Firmen seien da inzwischen sensibilisiert.

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