Nachbarn rufen die Polizei

Familienstreit in Mehrfamilienhaus - Polizei-Einsatz im MK eskaliert

Zwei Streifenwagen der Polizei stehen mit Blaulicht vor einem Haus
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Symbolbild Polizei

Erst prügelten sich am Freitag Vater und Sohn. Nachbarn riefen die Polizei. Als die Beamten eingriffen, verbrüderten sich die raufenden Verwandten. Jetzt ging es gegen die Polizei.

Wie die Polizei mitteilte, wurde die gegen 20 Uhr zu der „Rangelei“ in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Hasenkamp in Lüdenscheid gerufen. Die Polizeibeamten trennten zunächst die Streithähne. Der alkoholisierte Sohn (38) wollte sich jedoch nicht beruhigen lassen und schlug nach einem Beamten.

Darauf wurde er nach Polizeiangaben zu Boden gebracht und mit Handfesseln fixiert. Stattdessen trat er nun um sich. Jetzt kam der 67-jährige Vater wieder hinzu, stieß einen Beamten weg und rannte auf einen anderen zu. Auch er wurde von den Polizeibeamten zu Boden gebracht und in Handfesseln fixiert. Der Vater bedrohte zudem verbal eine weitere Verwandte, die sich in der Wohnung aufhielt.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurden beide Männer ins Gewahrsam gebracht. Der Sohn setzte sich so vehement dagegen zur Wehr, dass ihn mehrere Polizeibeamte durchs Treppenhaus in den Streifenwagen tragen mussten. Er wurde auf der Polizeiwache von einem Arzt untersucht. Im Gewahrsam verletzte sich der 38-Jährige später so heftig, dass ihn ein Rettungswagen ins Krankenhaus brachte.

Die Polizei schrieb eine Anzeige gegen ihn wegen Körperverletzung und gegen beide Männer wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Für den Vater kommen hinzu der Vorwurf eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie eine versuchte Gefangenenbefreiung. Aufgrund sprachlicher Barrieren beziehungsweise des Alkoholisierungszustands war nicht aufzuklären, warum Vater und Sohn aneinander geraten sind.

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