Familienplatz: Info-Abend im Rathaus

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Etliche Bürger nutzten am Mittwochabend bei der Informationsveranstaltung im Ratssaal die Chance, Fragen zum geplanten Mehrgenerationenspielplatz an die Stadtverwaltung zu richten.

LÜDENSCHEID - Rund 100 Bürger und Parteienvertreter informierten sich am Mittwochabend im Ratssaal über den geplanten Mehrgenerationenspielplatz. Wie berichtet, können die Lüdenscheider am 9. Mai in einem Bürgerentscheid Pro oder Contra Familienplatz stimmen.

Hans-Jürgen Badziura vom Planungsamt erläutert die mögliche Ausstattung des Familienplatzes am Jahnplatz.

Nach einer detaillierten Vorstellung der möglichen Ausstattung des Platzes mit Freizeit- und Spielangeboten für alle Generationen am Jahnplatz, über die die LN bereits mehrfach berichteten, nutzten etliche Bürger die Chance, Fragen zu dem Projekt zu stellen sowie Kritik zu üben und Anregungen zu geben. Ein Schwerpunkt war die Angst vor mutwilliger Zerstörung. Dazu bezog Bürgermeister Dieter Dzewas ganz klar Stellung. Er sehe nicht ein, wegen der Vandalismus-Gefahr, die ja allen öffentlichen Spiel- und Bolzplätze drohe, auf die Entwicklung der städtischen Infrastruktur zu verzichten – und erhielt dafür Beifall. Dzewas verwies auf die Möglichkeit der strafrechtlichen Verfolgung und einer möglichst schnellen Ahndung vor Gericht. Aber auch die soziale Kontrolle durch Anwohner und Nutzer des Platzes könnten dazu führen, idiotische Zerstörungswut einzudämmen. Ein Teilnehmer pflichtete ihm bei und meinte, durch den Kinderschutzbund, die Betreiber der Skaterhalle und der geplanten Kletteranlage sei dort ja auch schon mehr Kontrolle gegeben als auf den meisten anderen Spielplätzen.

Zeichen für familienfreundliche Stadt

Breiteren Raum nahmen auch die Fragen zur Finanzierung ein. Die Verwaltung erläuterte dazu unter anderem, dass die Mittel aus dem Konjunkturpaket II in Höhe von 870 000 Euro (600 000 Euro für den Mehrgenerationenspielplatz, 270 000 Euro für die Grundsanierung der ehemaligen Umkleide) auch für andere Maßnahmen genutzt werden könnten. Doch die Ratsmehrheit habe beschlossen, diese Mittel für einen Familienplatz zu verwenden, um Lüdenscheid auf dem Weg zu einer familienfreundlichen Stadt ein gutes Stück weiter voranzubringen.

Auch Detailfragen wurden gestellt. So regte eine Anwohnerin an, den beleuchteten Widukindweg doch zu belassen, da er von vielen Menschen häufig genutzt werde. Projektleiter Hans-Jürgen Badziura sagte, der Weg müsse nicht zwingend weg – wenn er gebraucht werde, dann könne er auch bleiben.

Sämtliche Informationen rund um Familienplatz und Bürgerentscheid finden Interessierte auf der Internetseite der Stadt Lüdenscheid. - wok

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