„Familie Malente“ sorgt für Spaß im Kulturhaus

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„Marianne und Michael“ gehörten zu den Stargästen, die Vicco und Peter Malente auf die Bühne des Kulturhauses holten.

Lüdenscheid - „Menschen mit Bildung und Geschmack – die geistige Elite von Lüdenscheid“ – so Vico Malente – traf am Dienstag im Kulturhaus auf zwei Spaßvögel, drei Sängerinnen und Schlagergrößen in Hülle und Fülle.

Mit ihrem Programm „Das bisschen Spass muss sein“ feiern Knut Vanmarcke und Dirk Voßberg alias Vico und Peter Malente das zehnjährige Bühnenjubiläum der „künstlichen Kunstfamilie“ Malente, und es kamen viele für einen Glückwunsch: Der Theatersaal war gut gefüllt, und auf der Bühne gaben sich die vergnüglich gefälschten Stars das Mikrofon in die Hand: Mit Howard Carpendale ging es zurück in die große Zeit der Versandhauskataloge – speziell zum „schönen Mädchen von Seite Eins“, Bata Illic träumte von „Michaela“, Mireille Mathieu trieb sich „an einem Sonntag in Avignon“ herum, und Nana Mouskouri ließ „La Paloma“ fliegen. Es gab Besucher, die sich angesichts dieses Programms an jene Zeiten vor 30 Jahren erinnerten, als die heimische Polizei noch in jedem November in der Schützenhalle am Loh feierte und so illustre Gäste wie den echten Bata Illic und den echten Karel Gott live begrüßen konnte.

So seriös der Blick in die unsterbliche Welt des Schlagers war, so sehr ließen die Malentes es krachen, als sie einige sehr spezielle Damen begrüßen konnten. Auch als Transvestiten machten Vico und Peter Malente eine hervorragende Figur – ganz entgegen der Ansage: „Männer in Frauenkleidern sind eklig.“ Unsinn. Ganz nebenbei gab es ein Schnellrezept aus der Garküche des Komödiantischen: „Kinder, Tunten und Pudel gehen immer.“

Talentiert zeigten sich bei all dem jene drei Damen, die das Comedy-Duo derzeit nicht nur als Background-Sängerinnen begleiten: Carola Thierheimer, Daniele Tweesmann und Jules Matberg. Mit den Klassikern „It’s my Party“, „Babylove“, „Stop in the name of love“ und „You can’t hurry love“ verließen sie zielsicher und stimmstark den Bereich des deutschen Schlagers. Zudem brachten die Damen Glanz in die Umkleide der beiden Herren, die sich dort nicht nur beim großen Auftritt, sondern auch in Unterhemd und -hose zeigten. In all dem „Spass“ fand Vico Malente sogar die Zeit für ein paar nachdenkliche Worte über zu früh gegangene Freunde und schwierige Comedy-Auftritte nach Katastrophen wie dem Tsunami in Südostasien.

Und dann ging es wieder mitten hinein in den Trubel mit Marianne und Michael, Otto und als letztem Stargast Andrea Berg. „Einen roten Faden“ vermisste ein auswärtiger Kritiker in dem großen Spaß. Vielleicht war das für eine heitere Veranstaltung irgendwo zwischen Klamauk und wirklich netten Scherzen zuviel verlangt. - Von Thomas Krumm

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