Alltag in der Bußgeldstelle

Mit "falscher" Beifahrerin geblitzt: Beweisfotos setzen Ehebrecher im MK unter Stress

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Die Beifahrerseite wird geschwärzt. Dennoch versuchen mutmaßliche Ehebrecher zu verhindern, dass solche Fotos nach Hause geschickt werden. (Symbolbild)

Lüdenscheid - Das Foto von dem Autofahrer, der zu schnell fuhr, um seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen, ist eine absolute Seltenheit. Viel häufiger werden im Märkischen Kreis mutmaßliche Ehebrecher geblitzt. Die haben dann ein Problem. 

Viel häufiger als ein Heiratsantrag kommt im Märkischen Kreis der umgekehrte Fall vor – dann nämlich, wenn mutmaßliche Ehebrecher oder Fremdgeher in die Radarfalle tappen. Zumindest ihrem Verhalten nach geht Gudrun Hornemann, Leiterin der Bußgeldstelle des Märkischen Kreises in Iserlohn, davon aus, dass sie etwas zu verbergen haben. 

Diese Personen melden sich nach dem Tempoverstoß ganz hektisch am Telefon der Bußgeldstelle. Nur ganz selten sind es Frauen. „Fast immer rufen Männer an, bei denen jemand auf dem Beifahrersitz saß, der da nicht hingehörte“, berichtet Gudrun Hornemann schmunzelnd. Im Schnitt komme das jeden Monat einmal vor. 

Zu befürchten haben die Casanovas im Märkischen Kreis eigentlich nichts, denn auf den Beweisfotos aus der Radarfalle wird der Beifahrerbereich aus Datenschutzgründen immer geschwärzt. 

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Doch wenn die auf dem Bescheid angegebene Uhrzeit oder der Ort verräterisch sein könnten, greifen die Ertappten schneller zum Telefon. Der Wunsch der verzweifelten Männer ist dann immer, verrät Hornemann: „Das darf auf keinen Fall zu mir nach Hause geschickt werden.“ Einige kämen sogar persönlich vorbei, um die Sache zu regeln.

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