Falscher Alarm: Großeinsatz für Rettungskräfte

An der Tankstelle an der Lösenbacher Landstraße hatten Feuerwehr und Polizei ihre Einsatzzentrale eingerichtet. ▪

LÜDENSCHEID ▪ Ein möglicherweise abgestürzter Heißluftballon sorgte am Samstagabend ab 20 Uhr für einen Großeinsatz von Rettungskräften im Lüdenscheider Stadtgebiet. Die Rettungskräfte beendeten die zweistündige Suche jedoch kurz vor 22 Uhr ergebnislos. Es wurden weder Ballonhülle, Ballonkorb noch Personen gefunden.

Mit drei Hubschraubern von ADAC, Polizei und Bundeswehr suchten die Rettungskräfte nach Wrackteilen und Personen. Die Suche im ersten Sektor erstreckte sich über die Lösenbach, den Steinbruch, über die Parkstraße und den Stadtpark bis zum Mintenbecketal. Von der Feuerwehr waren neben der Hauptwache Kräfte der Freiwilligen Wehr in den Einsatz involviert, unter anderem die Löschzüge 1 (Stadtmitte) und 4 (Brügge). Einen zweiten Sektor suchten die Helfer im Raum Vogelberg ab, dort war der Löschzug Oberrahmede im Einsatz. „Wir suchen dort, weil der Wind einen Ballon in diese Richtung getrieben hätte“, sagte Jürgen Deumer, Wachabteilungsleiter der Feuerwehr.

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Großeinsatz für Rettungskräfte

Mit fortschreitender Suche verdichtete sich jedoch die Vermutung, dass es sich um einen – wenn auch nicht böswilligen – falschen Alarm handelte. „Ein Heißluftballon hat immer ein Begleitfahrzeug. Die Besatzung des Begleitfahrzeuges würde bei einem Unfall natürlich sofort Alarm auslösen. Das ist bisher nicht passiert. Außerdem sind die Ballons mit Transpondern ausgestattet. Die senden ein Notrufsignal, dass unsere Suchhubschrauber empfangen würden – aber es gibt kein Notrufsignal“, sagte ein Sprecher der Polizei am Einsatzort in der Lösenbach.

Zwei Zeugen sollen vom Buckesfelder Ring aus unabhängig voneinander beobachtet haben, wie ein Ballon brennend im Bereich zwischen Stadtpark und Lösenbacher Landstraße runtergekommen ist. Einen Korb hatten sie nicht bemerkt, deshalb gingen die Rettungskräfte davon aus, dass dieser zuvor bereits abgestürzt war. Ein Anrufer ist der Polizei bekannt, nach dem zweiten wurde am Samstagabend noch gesucht. Es wird vermutet, dass es sich um Reflexionen der Sonne auf einem Wetterballon gehandelt haben könnte oder um einen der bekanntlich inzwischen verbotenen Partyballons. ▪ gör/bomi

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