Auf Markt im MK entdeckt

Portemonnaie-Fund: Frau findet falsches Zwei-Euro-Stück und warnt andere Kunden

Der Fund einer in Deutschland seltenen Münze fiel einer Frau erst beim Zahlen auf, postwendend bekam sie das Geldstück zurück. Wer immer noch mit Bargeld zahlt, sollte sie sich genau ansehen.

Auf dem Wochenmarkt in Lüdenscheid ist am MIttwoch (14. Oktober) eine ungewöhnliche und in Deutschland seltene Münze aufgetaucht. Für die neue Besitzerin ist sie allerdings ein Ärgernis. Das Geldstück ist nicht nur deutlich weniger Wert als gedacht, man wird sie so schnell auch nicht mehr los. Nun will die Leserin andere Kunden für den nächsten Einkauf sensibilisieren – nicht nur auf dem Wochenmarkt.

Die ungeliebte Münze neben einem Zwei-Euro-Stück.

Warnung vor in Deutschland seltener Münze - man wird sie nicht mehr los

Der Gang über den Wochenmarkt folgt einem festen Ritual. Wo die Leserin, die namentlich nicht genannte werden will, die Münze erhielt, kann sie nicht mehr nachvollziehen. Als sie am Bäckerstand Backwaren bezahlen wollte, gab ihr die Verkäuferin das Geldstück mit der großen Ziffer zwei zurück. Erst da fielen der Kundin die Abweichungen auf. Gewicht und Anmutung ähnelten zwar einem Zwei-Euro-Stück, tatsächlich handelte es sich aber um eine Zwei-Lewa-Münze aus Bulgarien.

Statt zwei Euro ist sie nach aktueller Umrechnung nur 1,02 Euro wert – gerade mal die Hälfte. Und das größte Problem: Ein gültiges Zahlungsmittel ist der Lew nur in Bulgarien. Nach Angaben von Thomas Meermann, Sprecher der Sparkasse Lüdenscheid, gebe es inzwischen keine deutsche Bank mehr, die ausländisches Hartgeld annimmt oder umtauscht. Nur vor Ort in Bulgarien könne man für die Münze noch etwas bekommen.

Die Zwei-Lewa-Münze aus Bulgarien ähnelt einem Zwei-Euro-Stück.

Neben der bulgarischen Zwei-Lewa-Münze tauchen auch die Zehn-Baht-Münze aus Thailand und die Ein-Lira-Münze aus der Türkei wegen ihrer Ähnlichkeit mit den Euromünzen immer wieder in Lüdenscheid auf. Unter anderem in den Münzgeldzählern der Sparkasse. „Das System erkennt die fremden Münzen aufgrund der Legierung und des Gewichts und wirft sie wieder aus“, sagt Meermann. Funde dieser Art kämen „immer mal wieder vor.“ Deutlich seltener ist diese Umlauf-Euro-Münze, die ein Vermögen wert ist.

Ein normales Zwei-Euro-Stück.

Auch die Polizei im Märkischen Kreis spricht von Einzelfällen. Sie sieht sich nicht zuständig. „Die Münzen sind leicht verwechselbar, aber es ist echtes Geld, kein Falschgeld“, sagt Polizeisprecher Marcel Dilling. Der niedrigere Wert könnte unter Umständen einen Betrug darstellen. Weil diese Münzen aber fast immer durch ein Versehen im Portemonnaie landen, sei auch der Nachweis schwierig, dass es sich um eine Straftat handeln könnte. Er rät Kunden beim Einkauf, wachsam zu sein und Bargeld zu prüfen. Nicht nur Scheine, auch Münzen.

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