„Fairtrade“-Austellung eröffnet

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Für die musikalische Begleitung zum Ausstellungs-Auftakt sorgten unter anderen auch Trommler aus der Gemeinde St. Joseph und Medardus.

LÜDENSCHEID -  Wohlstand in Europa, nackter Überlebenskampf für breite Bevölkerungsschichten in Afrika, Südasien und Südamerika – dass es auf dem Globus gerecht zugeht, wird wohl niemand ernsthaft behaupten. Doch ein ehernes Naturgesetz ist die Ungleichheit nicht. Es gibt Auswege aus dieser Misere. Darauf will auch eine Ausstellung im Bürgerforum hinweisen, die jetzt offiziell von Bürgermeister Dieter Dzewas eröffnet wurde.

„Fairtrade“ – mit diesem schlichten Titel ist die Präsentation überschrieben. Es geht also um fairen Handel, um das Hinterfragen des eigenen Konsumverhaltens, um nachhaltiges Umdenken. Konkretes Anliegen: Lüdenscheid soll sein Profil als fair orientierte Stadt weiter schärfen und bei der Anschaffung von Materialien aller Art auf Herkunft und Produktionsbedingungen achten.

Auf Schautafeln wird im Bürgerforum in Wort und Bild vertiefend über die Thematik informiert. Das Team vom Bergstädter Weltladen und das Lüdenscheider Eine-Welt-Netz hatten die Ausstellung initiiert. Als Unterstützer mit im Boot: das kommunale Agendabüro, die Verbraucherzentrale und die Volkshochschule. Die Präsentation ist gleichzeitig auch Auftakt zu einer weiteren VHS-Vortragsserie unter dem Motto „Die Welt schaut uns zum Fenster rein“.

Neben Dzewas thematisierten bei der Eröffnung noch andere Redner den Sinn eines veränderten Kaufverhaltens. Viola Link (Verbraucherzentrale) warb für den Kauf fair gehandelter Produkte, Gunhild Wiechering (Weltladen) erinnerte daran, was hierzulande billig feilgebotene Blumen für die Blumenpflückerinnen in den Südländern bedeuten: Dumping-Löhne und Pestizid-Regen.

Historiker Matthias Wagner, aktiv auch im Weltladen und Eine-Welt-Netz, rückte die oft von Hunger. Armut und Krankheit geprägte Alltagswirklichkeit in vielen Weltregionen ins Blickfeld. Gleichzeitig beschrieb er die Schwierigkeit, die im Westen gewohnten Verhaltensmuster zu verändern.

Für die musikalische Begleitung zum Ausstellungs-Auftakt sorgten die Lüdenscheider Formation „Ensemble Streicher plus“ sowie Trommler aus der Gemeinde St. Joseph und Medardus. Die Präsentation ist noch bis zum 11. Oktober im Bürgerforum zu sehen.

Im Zuge der Austellung sind übrigens Jugendliche ausdrücklich zu einem Ideen-Wettbewerb eingeladen. Auch hierbei ist die Förderung des fairen Denkens und Handelns in Lüdenscheid das erklärte Ziel. - dt

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