Fahrgeschäft „Commander“ ist wieder unterwegs

Kinder und Jugendliche schätzen die komplexen und magenstrapazierenden Bewegungen des „Commander“.

LÜDENSCHEID ▪ Der „Commander“ dreht sich wieder. Gegen 14.30 Uhr bestieg gestern der erste Fahrgast eine der verbliebenen Kabinen, und im Laufe des Nachmittags fuhren immer mehr Kinder und Jugendliche mit dem Fahrgeschäft, an dem außer der havarierten Kabine weitere fünf Kabinen aus Gleichgewichtsgründen demontiert worden waren.

Schaulustige hielten sich nur vorübergehend in respektvollem Abstand von dem Fahrgeschäft auf – schon im Laufe des Nachmittags war die schwere Verletzung eines Zuschauers offenbar weitgehend vergessen. Der Wiederinbetriebnahme des Fahrgeschäfts war eine ausgiebige Inspektion der Drehteller der Kabinen vorangegangen, an der laut Kreispolizeibehörde und Betreiber auch technische Sachverständige des TÜV Nord aus Essen teilgenommen hatten. Anschließend führte die Bauaufsicht der Stadt Lüdenscheid eine erneute Prüfung der Standsicherheit durch, wie sie auch nach dem Aufbau turnusmäßig auf dem Plan steht. Als allererster Schritt zur Wiederaufnahme des Fahrgeschäfts hatte die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahmung des Fahrgeschäfts aufgehoben.

Von einer Einstellung der staatsanwaltlichen Ermittlungen wegen des Kirmesunfalls auf der Hohen Steinert könne allerdings noch keine Rede sein, sagte Oberstaatsanwalt Münker von der Staatsanwaltschaft Hagen gestern auf Anfrage der LN. Voraussetzungen für diese Entscheidung seien das Ergebnis der technischen Untersuchung durch die Sachverständigen des TÜV Nord und die Ermittlungen durch die Kriminalpolizei. Zurzeit sei die Zeugenvernehmung noch nicht abgeschlossen, sagte Kreispolizeisprecher Dietmar Boronowski. Deshalb seien die Ermittlungsakten auch noch nicht bei der Staatsanwaltschaft angekommen. ▪ thk

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