Zahl der Unfälle auf 3152 gestiegen – keine Toten

+
Polizeioberrat Bernd Scholz (l.) und Polizeihauptkommissar Jens Naumann erläuterten die Unfallstatistik für 2013.

LÜDENSCHEID - Auf Lüdenscheider Straßen ist im vergangenen Jahr kein Mensch ums Leben gekommen. Die Zahl der Schwerverletzten blieb mit 38 (+2) nahezu unverändert, ebenso die Zahl der Leichtverletzten mit 145 (-1). Die Gesamtzahl der Unfälle stieg von 3083 auf 3152.

Das sind die wichtigsten Zahlen der Unfallstatistik, die die Polizei gestern vorstellte. In weiten Teilen liegt die Stadt damit im Trend des Kreises und des Landes NRW.

Im Einzelnen verzeichnet die Statistik 18 Kinder, die im Straßenverkehr verunglückten, zwei von ihnen wurden dabei schwer verletzt und 16 leicht. Außerdem kam es zu vier Unfällen auf dem Schulweg, bei denen drei Kinder leicht verletzt wurden. Sowohl bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren wie bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 gingen die Unfallzahlen leicht zurück. Ein Jugendlicher wurde schwer, zwölf weitere leicht verletzt. Bei den 18- bis 24-Jährigen waren es sechs Schwer- und 32 Leichtverletzte.

Bei älteren Menschen stieg hingegen die Zahl. 26 Senioren, im Jahr davor waren es 22, verunglückten. Sieben von ihnen wurden schwer, 19 leicht verletzt.

Stark abhängig vom Wetter des jeweiligen Jahres sind die Unfallzahlen bei der Risikogruppe der Motorradfahrer. Die Zahl der verunfallten Kradfahrer stieg von 13 auf 17 mit neun Leicht- und drei Schwerverletzten. Eingerechnet in diese Zahl sind nicht nur die Fahrer großer Maschinen, sondern auch viele Fahrer der verbreiteten kleineren Roller. Zu den Risiko-Kandidaten zählt die Polizei auch die zahlreichen Wiedereinsteiger im Alter um 50 Jahre, die auch über die finanziellen Mittel verfügen, sich leistungsstarke Fahrzeuge zuzulegen.

Sorgen und viel Arbeit bereitet der Polizei das Themenfeld der Unfälle mit anschließender Flucht. Gegen den Kreistrend sank in Lüdenscheid zwar die Zahl der Delikte (-6,2 Prozent), ist aber mit 620 Fällen immer noch Besorgnis erregend hoch. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp 44 Prozent und verbessert sich erkennbar durch den Einsatz moderner Technik, mit der Unfallabläufe schnell und präzise rekonstruiert werden können.

Doch in anderen Fällen scheitert die Aufklärung an der unzureichenden Beteiligung von Zeugen, so dass auch Unfälle mit Verletzten zur Hauptverkehrszeit auf einer stark befahrenen Einfall-straße ungeklärt bleiben können, wie es hieß. Kommen doch Aussagen zusammen, seien sie häufig widersprüchlich und wenig zielführend.

Weitgehend unverändert bleibt die „Hitliste“ der Ursachen: Fehler beim Abbiegen und Wenden (86), Vorfahrtverletzungen (55) und Geschwindigkeit (31). 28 Unfälle ereigneten sich unter Alkohol.   -  flo

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare