Fachtagung Demenz: Märchen und Musik können helfen

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Die Perthes-Stiftung hatte gemeinsam mit Referenten zur Fachtagung "Märchen und Musik - ein Schlüssel zu Menschen mit Demenz" eingeladen.

Lüdenscheid - „Es war einmal...“ – wer kennt sie nicht, diese berühmten Worte zu Beginn eines Märchens? Welche Chancen Märchen auch im Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen bieten, stand am Donnerstag im Mittelpunkt einer Fachtagung in Lüdenscheid.

Zu dieser Veranstaltung hatte die Perthes-Stiftung  ins Gemeindezentrum Kreuzkirche eingeladen - und knapp 120 Pflegekräfte, Betreuungsassistenten, Ehrenamtliche sowie leitende Mitarbeiter aus dem Märkischen Kreis und der Region waren der Einladung gefolgt, um ihr Wissen mit dem Thema „Märchen und Musik – ein Schlüssel zu Menschen mit Demenz“ zu erweitern. 

Denn Märchen und Musik, da sind sich viele Experten einig, seien ein wichtiges Instrument, um Demenzkranke auf eine bestimmte Art und Weise zu erreichen. „Wir möchten heute den Blick schärfen für diese besondere Art der Kontaktaufnahme und Möglichkeiten aufzeigen“, machte Tanja Schreiber, ausgebildete Erzählerin und Moderatorin der Tagung, in ihrer Einleitung deutlich. 

Nach den Fachvorträgen von Dr. Tilmann Fey (Chefarzt der Abteilung Gerontopsychiatrie an der LWL-Klinik Münster), Sabine Mayer (Erzähltheater Osnabrück) sowie Prof. Dr. Rosemarie Tüpker (Musiktherapeuten an der Universität Münster), die das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchteten, durften die Zuhörer am Nachmittag auch selbst aktiv werden. 

Bei drei Workshops mit den Referenten ging es um Beispiele aus der Praxis, die musikalische Ausgestaltung von Märchen sowie Tipps zum richtigen Erzählen. „Ein hoch spannendes Thema“ – fanden am Ende nicht nur die Organisatoren. 

„Wir haben das Thema bereits auf die Agenda 2019 gesetzt und möchten es gerne in unseren Einrichtungen etablieren“, machte Udo Terschanski, Leiter der Lüdenscheider Perthes-Einrichtungen, deutlich, weiß jedoch: „Das alleinige Märchenerzählen reicht nicht, da gehört auch die richtige Atmosphäre, Musik, Schauspiel und der entsprechende Hintergrund dazu.“

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