Studentenzahlen: "Erwartungen übertroffen"

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40 Studenten der Medizintechnik hatten im Winstersemester 2010/2011 ihr Studium aufgenommen und wechseln im jetzt beginnenden Semester nach Lüdenscheid.

LÜDENSCHEID - Die Entwicklung der Studentenzahlen der Fachhochschule Südwestfalen und damit auch des FH-Standorts Lüdenscheid übertrifft die Erwartungen. Stark gefragt ist vor allem der Studiengang „Medizintechnik“.

Rund 100 Studenten haben sich für das Wintersemester dafür neu eingeschrieben. Sie werden allerdings erst in zwei Jahren nach Lüdenscheid kommen, wenn sie an der Fachhochschule Hagen ein viersemestriges elektrotechnisches Grundstudium erfolgreich absolviert haben werden.

Bereits in Lüdenscheid angekommen sind mit dem jetzt beginnenden Semester 40 Studenten der Medizintechnik, die im Wintersemester 2010/11 ihr Studium aufgenommen hatten. Mit dem Eintritt ins Hauptstudium wechselten sie den Studienort. Stattliche 34 Prozent der Studierenden im Studiengang „Medizintechnik“ seien im vergangenen Studienjahr Frauen gewesen, berichtet FH-Sprecherin Birgit Geile-Hänßel.

Sie lobt die Fachhochschule Südwestfalen für ihre „exzellenten Studienbedingungen“ und eine „recht familiäre Studienatmosphäre“. Das sei auch nötig, „um die Kräfte hier zu halten“ und sogar den einen oder anderen Studenten aus dem Rest der Republik nach Südwestfalen zu locken.

Wer sich die Zahlen für den ebenfalls in Lüdenscheid angesiedelten Präsenzstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen/Gebäudesystemtechnik“ mit dem Abschluss Bachelor anschaut, sieht die behauptete „komfortable Studiensituation“ in besonderer Weise bestätigt: Der kleine, aber feine Studiengang war für 17 Studenten geplant, 18 schrieben sich letztlich dafür ein. Da der Studiengang erst 2011 eingerichtet wurde, werden die ersten Studenten dieser Fachrichtung allerdings erst für das Wintersemester 2013/14 in Lüdenscheid erwartet – nach dem dritten und vierten Semester des elektrotechnischen Grundstudiums.

Unverändert groß ist das Interesse am Verbundstudiengang Kunststofftechnik, der sich vor allem an berufstätige Teilzeitstudenten richtet. 44 Studenten schrieben sich für diesen Studiengang neu ein, der ausschließlich am FH-Standort Lüdenscheid angesiedelt ist. Ebenfalls als Verbundstudium ist der Studiengang „Maschinenbau“ angelegt, der zumeist samstags in Iserlohn und Lüdenscheid unterrichtet wird – je nachdem, wie die Laboratorien an den Standorten zur Verfügung stehen. 131 Studenten schrieben sich zu diesem Semester für diesen Studiengang neu ein.

Der Maschinenbau ist im Gegensatz zu jüngeren Studienfächern eine klassische Männerdomäne geblieben – genauso wie die Mechatronik: Gerade mal drei bis vier Prozent der Studierenden in diesen Fächern sind Frauen. Aber: „Die Nachfrage bei den Frauen steigt“, weiß Birgit Geile-Hänßel und erinnert daran, dass „in diesen Fachbereichen mehr Geld verdient wird als in den sozialen Berufen“, die bei Frauen nach wie vor sehr gefragt sind. Eine hohe Frauenquote innerhalb der FH-Studiengänge weist auch der neue Studiengang „Bio-/Nanotechnologie“ mit 36 Prozent auf. Dieses Fach wird allerdings noch nicht am Standort Lüdenscheid gelehrt. - thk

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