Fachbereich Migration der Diakonie jetzt in neuen Räumen

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Der Fachbereich Migration des Diakonisches Werkes ist zur Frankenstraße 1 umgezogen.

Lüdenscheid - „Wir sind nur ein kleines Rädchen in einem immer größer werdenden Getriebe“, stellt Michael Wirth, Leiter des Fachbereichs Migration des Diakonisches Werkes fest. Aber angesichts der weltpolitischen Lage und der Aussichten ist das Bauteil unverzichtbar.

Damit die Funktionstüchtigkeit des kleinen Rädchens noch besser als bisher zur Geltung kommt, hat der Fachbereich an der Frankenstraße 1 ein neues Domizil gefunden. Schon die Ausweitung der Größe von ehemals 98 Quadratmetern an der Graf-von-Galen-Straße auf heute 270 lässt erkennen, dass das Diakonische Werk im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg dem vielfältigen Angebot und dem wachsenden Bedarf eine strukturierte Konzeption entgegensetzt.

„Mit der ambulanten Sozialarbeit engagieren wir uns dort, wo es sich aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht lohnt“, macht Hans-Jürgen Vormschlag deutlich. Der Geschäftsführer des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis ist deshalb froh, eine auf die persönlichen Belange der Menschen ausgerichtete Hilfe seit Januar in dieser „schönen Immobilie“ anbieten zu können.

Niederschwellige Sprach- und staatlich geregelte Integrationskurse, Beratung und Hilfestellung für erwachsene Zuwanderer, Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern mit Zugang zum Arbeitsmarkt sowie ein psychosoziales Zentrum, das sich um traumatisierte Menschen kümmern kann – „am neuen Standort haben wir für die verschiedenen Aufgabenfelder eigene Räume, so dass die Beratungsabläufe im Gegensatz zu früher nicht gestört werden“, unterstreicht Superintendent Klaus Majoress.

2500 Flüchtlinge, rund 1000 Geduldete sowie Bürger aus der EU – der Fachbereich Migration betreut mit zehn Kräften (inklusive der Außenstelle Werdohl) ein globales Klientel. Dazu kommt ein „riesiger Stab“ an ehrenamtlichen Mitarbeitern für Sprachkurse, Kleiderkammer oder Tafel. „Ohne sie wäre das gar nicht zu schaffen“, sagte Majoress, „und ohne Kirchensteuer das ganze System nicht finanzierbar.“ Dabei verlieren wir die Menschen ohne Bleibeperspektive nicht aus den Augen, ergänzte Wirth. An die politisch Verantwortlichen appelliert Vormschlag: „Wir brauchen für die Zukunft legitimierte Zugangswege ins Land.“

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