Übergriff in leerstehender Wohnung

Facebook-Bekannte brutal vergewaltigt: Ex-Profiboxer muss ins Gefängnis

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Boxer (Symbolbild). 

Stuttgart/Lüdenscheid – Ein Ex-Profiboxer aus Lüdenscheid soll eine Internetbekanntschaft zweimal vergewaltigt. Er hatte die Frau erst eine Woche zuvor bei Facebook kennengelernt und war daraufhin nach Stuttgart gefahren.

Ein ehemaliger Profi-Boxer aus Lüdenscheid muss für drei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Die Richter am Landgericht Stuttgart sahen es als erwiesen an, dass der Mann eine 42-jährige Internetbekanntschaft in zwei Fällen vergewaltigt und dabei verletzt hatte. Zuvor hatte der Familienvater die Taten gestanden.

Täter und Opfer lernen sich bei Facebook kennen

Zu der folgenschweren Begegnung kam es am 1. Januar dieses Jahres in einer leerstehenden Wohnung im Stuttgarter Stadtteil Hallschlag. Erst eine Woche zuvor hatten sich der Lüdenscheider und die Stuttgarterin auf Facebook kennengelernt und intensiv gechattet. 

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Dabei hatte der Angeklagte sein sexuelles Interesse bekundet. Es seien auch „detaillierte sexuelle Praktiken“ zur Sprache gekommen. Obwohl die Frau deutlich gemacht hatte, dass sie keinen Sex wollte, stimmte sie einem Treffen zu. Sie holte den Ex-Kampfsportler vom Bahnhof ab, fuhr zu der Wohnung und ließ ihn dort auch übernachten. 

Lüdenscheider hatte Hoffnung auf Geschlechtsverkehr

„Mein Mandant war nach Stuttgart gekommen in der Hoffnung, hier Geschlechtsverkehr mit der Geschädigten haben zu können“, erklärte der Verteidiger laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten. In der Wohnung angekommen, wurde der 38-Jährige zudringlich. Die Frau drohte ihm, ihn „abzustechen“, sollte er sich ihr nähern.

Brutale Vergewaltigung am Morgen

Laut Anklage, die auf der Aussage des Opfers basiert, kam es dann am nächsten Morgen zur Vergewaltigung. Er habe die Frau gepackt, ihr die Hose heruntergezogen. Als sie zu schreien anfing, habe er sie am Hals gepackt. Die Frau zerschlug ein Glas auf seinem Kopf. Auch das hielt den Täter nicht ab, und er vergewaltigte die 42-Jährige. 

Ex-Profiboxer kündigt Runde zwei an

Danach sei die verängstigte Frau ins Bad gegangen. Der ehemalige Profiboxer habe ihr gegenüber angekündigt, jetzt käme Runde zwei. Kurze Zeit später war es laut Anklage zu einer weiteren Vergewaltigung gekommen. Die Frau erlitt durch die Übergriffe Verletzungen. 

Der Lüdenscheider wurde festgenommen

Im Anschluss ließ sich der Lüdenscheider auch noch vom Opfer zum Hauptbahnhof fahren. Erst als der Mann in den Zug gestiegen war, erstattete die Frau Anzeige. Der Mann wurde festgenommen, umfangreiche Whatsapp-Protokolle wurden sichergestellt. Der Lüdenscheider kam auf Anordnung des Haftrichters in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim. 

Zunächst alle Vorwürfe bestritten

Vor dem Haftrichter hatte der Kampfsportler noch alle Vorwürfe abgestritten. In der Verhandlung am Donnerstag legte der Angeklagte auf Anraten seines Verteidigers aber ein umfangreiches Geständnis ab. Es tue ihm leid und er schäme sich sehr.

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