„privatim“ von Lüdenscheid nach Herford

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„privatim“ mit Exponaten aus der Sammlung Crummenerl ist ab Samstag in Herford zu sehen. -

LÜDENSCHEID - Die Raumsituation, mit der der Kunstverein Herford umgehen muss, ist schwierig. Daher wird die Ausstellung mit Exponaten, die das Lüdenscheider Ehepaar Doris und Klaus Crummenerl aus seiner privaten Sammlung zur Verfügung stellt, einen etwas anderen Charakter bekommen als jene, die unter dem Titel „privatim“ 2010 in der Städtischen Galerie an der Sauerfelder Straße zu sehen war.

Am Samstag fahren Doris und Klaus Crummenerl nach Herford, um dabei zu sein, wenn „privatim“ im Herforder Daniel-Pöppelmann-Haus eröffnet wird. Crummenerls sammeln seit mehr als vier Jahrzehnten zeitgenössische Kunst und legten dabei von Beginn an großen Wert auf persönliche Kontakte zu Künstlern, Musikern und Autoren. Neben Arbeiten auf Papier und Künstlerbüchern bilden plastische Würfelformen einen Schwerpunkt dieser Sammlung, Kuben, die 2010 auch in der Galerie zu sehen waren.

„Zum Teil werden in Herford die gleichen Exponate gezeigt, zum Teil aber auch völlig andere. Das hängt mit der Situation dort zusammen. Der Kunstverein dort bespielt einen Anbau an eine Villa“, so Crummenerl im Gespräch. In Lüdenscheid sei zu seiner Ausstellung ein Katalog erschienen: „Sowas spricht sich ja herum“, baten die Herforder den Ehrenvorsitzender der Märkischen Kulturkonferenz darum, die Sammlung auch in Herford zeigen zu dürfen.

Die Sammlung Crummenerl sei ohne Plan, ganz aus subjektiven Vorlieben, persönlichen Beziehungen und momenthaften Entscheidungen entstanden. Es gäbe keine romantischen Landschaften, keine Abbildungen fröhlicher oder allbekannter Gesichter, keine Herausstellung realistischer Hässlichkeit. Der Eindruck der Sammlung sei unerschöpflich vielfältig und bunt. Jedes Stück wirke lebendig und individuell, heißt es in der Einladung zur Ausstellung.

Ausstellungseröffnung ist am Samstag um 16.30 Uhr mit einem Grußwort von Professor Dr. Theodor Helmert, dem Vorsitzenden des dortigen Kunstvereins. Anschließend sind die Werke bis zum 12. Mai zu sehen. - rudi

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