Experten sind am kommenden Dienstag vor Ort

Blindgänger am Brügger Bahnhof vermutet

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Der Verdachtspunkt für den Blindgänger liegt in der Volme etwa in Höhe des Feuerwehrgerätehauses.

Brügge - Im Zusammenhang mit Bauarbeiten zur Sanierung der Ufermauer an der Straße „Am Brügger Bahnhof“ ist im Zuge einer Luftbildauswertung und anschließenden Sondierungsbohrung ein Verdacht auf einen Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg festgestellt worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Der Verdachtspunkt liege in der Volme etwa in Höhe des Feuerwehrgerätehauses. Bestätigt sich der Verdacht, geht die Entschärfung am Dienstag (3. April) über die Bühne.

„Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg werden am Dienstag durch eine Fachfirma das Erdreich um den Verdachtspunkt abtragen lassen. Es wird dann überprüft, ob es sich tatsächlich um einen Blindgänger handelt.

Sollte sich der Verdacht bestätigen, müsste der Blindgänger entschärft werden. Das würde kurzfristig geschehen; der genaue Zeitpunkt kann aber erst nach Freilegung des Blindgängers in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst genannt werden. Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei sowie das THW, das DRK und die Johanniter bereiten sich aktuell auf einen solchen Fall vor.“

Anlieger werden so aktuell wie möglich informiert

Für die Entschärfung wäre aus Sicherheitsgründen abhängig von der Größe des Blindgängers eine Evakuierung aller Gebäude in einem Radius von voraussichtlich 250 bis 500 Metern um den Fundort erforderlich.

Im betroffenen Evakuierungsbereich, der etwa bis zur Straße „Am Ziegenkopf“ bzw. am „Raffelnberg“ reichen könnte, befinden sich neben Wohngebäuden, Geschäften und einem Hotel auch zwei Kitas und eine Grundschule. 

Sammelstelle und Shuttle-Bus-Service in Planung

Anlieger der möglichen Evakuierungsgebiete würden direkt informiert, sobald ein Evakuierungstermin feststeht, schreibt die Verwaltung. Dies könnte auch sehr kurzfristig geschehen. Sie sollten sich daher darauf einstellen, dass sie für einige Zeit ihre Wohnungen oder ihren Arbeitsplatz verlassen müssen beziehungsweise diese nicht erreichen können. 

„Genauere Termine und Uhrzeiten können derzeit leider noch nicht benannt werden.“ Für Personen, die während einer möglichen Evakuierung nicht bei Freunden, Verwandten oder anderswo unterkommen können, würde ein Aufenthaltsraum an der Hauptschule Stadtpark in der Parkstraße eingerichtet.

Gravierende Auswirkungen auf alle Verkehrsmittel

Für Personen, die keine Fahrgelegenheit haben, würden an Sammelplätzen Shuttle-Busse der MVG eingesetzt. Eine Einsatzleitung von Feuerwehr und Ordnungsamt würde in der Hauptschule Stadtpark untergebracht. 

„Autofahrer aus den Richtungen Halver, Schalksmühle und Kierspe sollten sich darauf einstellen, dass es für den Durchgangsverkehr zu Sperrungen der Volmestraße und der Halverstraße, kommen kann. Auch der Bus- und Bahnverkehr wäre betroffen.“

Die Stadt Lüdenscheid wird auf ihrer Internetseite und die Medien informieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt.

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