Euro-WC-Schlüssel künftig an Infotheke

Schlüssel für die Behindertentoilette am Rathausplatz können Berechtigte künftig auch an der Infotheke im Rathaus kaufen.

Lüdenscheid - In dem Bemühen, Behinderten ihren Alltag zu erleichtern, geht’s wieder einen Schritt voran. Künftig soll der Euro-WC-Schlüssel, der Berechtigten den Zugang zu öffentlichen Behindertentoiletten in der Stadt und an den Autobahnen ermöglicht, auch an der Infotheke des Rathauses zu bekommen sein.

Einige Schlüssel würden jetzt in Darmstadt bestellt, teilte Petra Noack, Fachdienstleiterin Rats- und Bürgermeisteramt, mit.

Die Generalschlüssel waren zuvor Thema bei der Sitzung der Interessenvertretung für Behinderte gewesen. Das Gremium erhofft sich durch eine zentrale Anlaufstelle eine Erleichterung. Bislang gab’s die Schlüssel nur beim CeBeeF, der sie aber auch weiterhin ausgeben wird.

Die nun gefundene Lösung sei auch einfacher, als die Schlüssel in ihrem Büro auszugeben, sagte die ehrenamtliche Behindertenbeauftragte Monika Schwanz. Denn das sei nicht ständig besetzt. Die Sprechzeiten der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten im Rathaus, Zimmer 239, sind am ersten und dritten Mittwoch im Monat von 11 bis 13 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 02 35 1/17 22 27 oder 0 23 51/4 28 79. E-Mail-Kontakt: behindertenbeauftragter@luedenscheid.de.

Im Rathaus könne man auch die vorgeschriebene Prüfung der Berechtigung vornehmen, so Noack weiter. Wer den Generalschlüssel für Behindertentoiletten für 20 Euro erwerben möchte, muss einen Schwerbehinderten-Ausweis vorlegen. In den müssen das Merkzeichen aG, B, H oder BL eingetragen sein oder das Merkzeichen G und 70 Prozent aufwärts, 80, 90 oder 100 Prozent.

Petra Noack nahm in der Sitzung kurz Bezug auf den Neujahrsempfang der Stadt. Erstmals gab es dabei einen Gebärdendolmetscher sowie Geräte für Hörbehinderte. Leider habe es auf das Dolmetscher-Angebot noch keine Resonanz gegeben, berichtete sie. Und von den Geräten sei nur eines ausgeliehen worden. Man hoffe doch, dass künftig viele Betroffene das Leihangebot bei Veranstaltungen nutzten. Henning Schwartz, der sich das Gerät beim Neujahrsempfang ausgeliehen hatte, kritisierte, es habe nicht funktioniert. Das wiederum konnte Petra Noack ausschließen. Man habe alles vorher getestet und auch hinterher nochmals beim Allianzgebetsabend. Geräte und Empfang seien einwandfrei gewesen. Ein Einsatz der Geräte in Sitzungsräumen, wie es sich Schwartz wünscht, sei nicht möglich, räumte sie ein. Hier einigte sich die Versammlung dann darauf, die Tische künftig enger zusammenzurücken – und so mit relativ simplen Maßnahmen das gegenseitige Verstehen zu fördern. - sum

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