Zuschuss von der NRW-Stiftung für den Hof-Umbau des Naturschutzzentrums

560 000 Euro für Kernsanierung

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Die NRW-Stiftung bezuschusst den Hof-Umbau für das Naturschutzzentrum mit 560 000 Euro. 

Lüdenscheid - Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hilft dem Trägerverein des Naturschutzzentrums Märkischer Kreis mit einem Zuschuss in Höhe von 560 000 Euro, um den erworbenen Hof im Oelken gründlich zu sanieren. Das Geld ist für den Verein ein Segen, denn die Gesamtmaßnahme wird rund eine Million Euro kosten.

Die ordentliche Finanzspritze für den Naturerlebnishof beschloss der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz des früheren NRW-Umweltministers und Landtagspräsidenten Eckhard Uhlenberg. Gemeinsam mit Franz-Josef Kniola, dem Ehrenpräsidenten der NRW-Stiftung und ehemaligen Innenminister des Landes, wird Uhlenberg den Bescheid demnächst persönlich überbringen.

 Zum Hintergrund: Anfang 2005 zog das Naturschutzzentrum von Werdohl-Elverlingsen in das ehemalige Gebäude der Landwirtschaftskammer NRW am Grebbecker Weg. Der Märkische Kreis mietete dort die Räume mit einer Gesamtfläche von rund 230 Quadratmetern an. Vor mehr als zwei Jahren verkaufte die Kammer die Immobilie an den Europe Trust (London), der ohne Änderungen in den Mietvertrag eintrat. Ungewiss blieb hingegen die Zukunft des Gebäudes. Im Oelken ergab sich zufällig eine für das Naturschutzzentrum einmalige Möglichkeit, Vereinsaufgaben sowie Seminar- und Erlebnisangebote auf ideale Weise zu kombinieren. Die Eigentümer des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebs hatten den Hof zunächst zu Wohnzwecken vermietet.

 Nach dem Auszug der Mieter und mangels Nachfolger entschlossen sich die Besitzer zum Verkauf. Hans Obergruber, Geschäftsführer des Naturschutzzentrums MK, konnte Haus und Hof für den Verein erwerben. Die großzügige Hilfe der Stiftung alleine reicht aber noch nicht aus, um das Gebäude, in dem später zwei Wohnungen vermietet und Räume auch öffentlich genutzt werden sollen, wieder in Schuss zu bringen. Die noch fehlenden Mittel sollen über ein Darlehen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und eine langfristige Vereinbarung mit der Stadt für Pflegemaßnahmen im Naturschutzbereich finanziert werden. 

Während die alten Deckenbalken im Hofgebäude um bis zu 40 Zentimeter durchhängen, gießt die Stiftung mit ihrem beachtlichen Zuschuss ein solides finanzielles Fundament, auf dem sich aufbauen lässt. „Wir sind natürlich froh und dankbar, denn ohne diese Unterstützung ließe sich ein solches Projekt nicht realisieren“, sagte Obergruber.

 Positiv beeinflusst habe die Entscheidung die nachbarschaftliche Lage zum Naturschutzgebiet Stilleking, erklärte Winfried Raffel, Referatsleiter Kommunikation der Stiftung. Das Areal sei zu großen Teilen im Eigentum der Stiftung und werde seit vielen Jahren von den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums betreut und gepflegt. 

Mehr als 3000 Natur- und Kulturprojekte konnte die Stiftung seit ihrer Gründung 1986 mit insgesamt etwa 265 Millionen Euro fördern. Zu den bekanntesten Projekten in Lüdenscheid zählen die Restaurierungsarbeiten an der Schützenhalle und an der ehemaligen Maschinenfabrik Hesse & Jäger, dem heutigen Sitz der Turbo-Schnecken. Das Geld für die unterschiedlichen Maßnahmen erhält die Stiftung überwiegend vom Land aus Erträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und über Spenden.

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